Schmiergeld-Affäre: Ehemaliger Apple-Mitarbeiter bekennt sich schuldig

Flavio Trillo
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Paul Devine, von 2005 bis 2010 Einkaufschef bei Apple hat vor einem kalifornischen Strafgericht bezüglich verschiedener Anklagepunkte ein Schuldbekenntnis abgegeben. Devine muss sich aktuell wegen Bestechungs-Vorwürfen verantworten. Er kassierte angeblich Schmiergelder von Zulieferern aus Asien und ließ ihnen dafür firmeninterne Informationen zukommen. Zunächst hatte Devine auf unschuldig plädiert.

Einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, hat der ehemalige Apple-Mitarbeiter sich des Betrugs mithilfe elektronischer Kommunikation (“wire fraud”, keinesfalls mit dem hiesigen Überweisungsbetrug zu verwechseln), der Verabredung eines Verbrechens (“conspiracy”) sowie der Geldwäsche (“money laundering”) schuldig bekannt. Darüber hinaus habe er sich bereit erklärt, sich zugunsten des Staates von Vermögen im Wert von 2,28 Millionen US-Dollar (etwa 1,65 Millionen Euro) zu trennen.

Devines Anwalt sagte über seinen Klienten: “Devine ist ein guter Mann, der einen Fehler gemacht hat und diesen jetzt berichtigen möchte”. Eine solche Wiedergutmachung könnte in diesem Fall eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren Haft bedeuten. Aufgrund seines Schuldeingeständnisses darf er jedoch mit einem milderen Urteil rechnen.

Genaueres wird es am 6. Juni dieses Jahres zu berichten geben, zu diesem Termin will das Gericht sein Urteil verkünden. Damit ist die Sache für Devine allerdings noch nicht ausgestanden. Apple ist auf zivilrechtlichem Weg gegen seinen Ex-Mitarbeiter vorgegangen. Der Prozess wurde vorerst unterbrochen um den Ausgang des strafrechtlichen Verfahrens abzuwarten.

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