Schutz der Privatsphäre: Apple, Google und Facebook sagen erneut vor US-Senatsausschuss aus

Florian Matthey
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Mitarbeiter von Apple, Google und nun auch Facebook sollen erneut vor einem Unterausschuss des US-Senats erscheinen, um über den Schutz der Privatssphäre von Kunden durch ihre Unternehmen zu berichten. Bereits letzte Woche erklärten sich Apple und Google zur Aufzeichnung von Positionsdaten durch iOS- und Android-Mobil-Geräte. Die erneute Anhörung soll nun weitere Details ans Licht bringen.

Letzte Woche versicherte Bud Tribble, Apples Vizepräsident für Software-Technologie, dass es sich bei der auf iPhones gespeicherten Datenbank consolidated.db lediglich um eine Cache-Datei handle, die es dem iPhone ermögliche, schneller seine eigene Position zu ermitteln, wenn der Benutzer diese für Apps wie Google Maps abrufen möchte. Mit dem Update aufs iOS 4.3.3 habe Apple die Größe der Cache-Datei beschränkt und die Synchronisation mit iTunes beendet, so dass sich die Datei nicht mehr auf dem Mac oder PC finden lässt.

Apple ermittelt nach eigenen Angaben Daten über die Position von Handy-Masten und WLAN-Hotspots, um eine Datenbank für einen Verkehrsdienst aufzubauen, an dem das Unternehmen arbeite. Das iPhone übermittele anonymisierte Daten darüber, dass es eine Verbindung zu entsprechenden Handy-Masten und Hotspots herstellen könne, an Apple, nach einem Abgleich mit Apples zentraler Datenbank erkenne das Gerät dann anhand der zuvor von Apple akkumulierten Daten seine eigene Position.

Abgeordnete des US-Kongresses haben aber eben zu dieser Datenbank weitere Fragen an Apple: Vor allem interessiert sie, wer außer Apple noch Zugriff auf die Datenbank habe. In einem Brief an den Abgeordneten Edward Markey hatte Apples Chef-Justitiar Bruce Sewell angedeutet, dass neben Apple auch ein Partner des Unternehmens Zugriff auf diese Daten habe. Ein Thema der erneuten Anhörung könnte deshalb sein, bei wem es sich um diesen Partner handelt und warum auch er Zugriff auf diese Daten hat.

Die Anhörung findet am 19. Mai ab 10 Uhr Ortszeit in den Räumlichkeiten des US-Senats statt. Statt Tribble wird dieses Mal Apples Chef-Lobbyistin Catherine A. Novelli zum Thema aussagen.

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