Simfy vs. Apple: Beschwerde beim Bundeskartellamt

Flavio Trillo
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Wegen einer angeblich absichtlichen Verzögerung des Zulassungsprozedere hat der Musik-Streaming-Dienst Simfy vor dem Bundeskartellamt Beschwerde gegen Apple eingelegt. Das deutsche Unternehmen wirft dem Mac-Macher vor, potentielle Konkurrenz für iCloud künstlich vom Markt fern zu halten und dafür ihre marktbeherrschende Position widerrechtlich auszunutzen. 

Simfy legte Apple vor mehr als drei Monaten eine iPad-App für den App Store zur Freigabe vor. Die Anwendung soll es iPad-Nutzern ermöglichen, unterwegs auf die Musiksammlung des Dienstes zuzugreifen. Dieses oder ein ähnliches Konzept wird vermutlich auch Apples iCloud in Verbindung mit iTunes umsetzen.

Bislang habe sich jedoch nichts getan und Nachfragen in Cupertino wurden stets nur mit einer Empfangsbestätigung quittiert. Gerrit Schumann, Vorstandsvorsitzender der Simfy AG sah “in Apple immer einen wichtigen Partner”. Er sieht es aber nicht ein, dass der Konzern seine Stellung an der Marktspitze auf diese Art und Weise missbrauche und ärgert sich über eine “gezielte Blockade” durch Cupertino. Er will den Simfy-Usern endlich die lang ersehnte iPad-App zur Verfügung stellen, doch Apple hält die Freigabe zurück.

Simfy verlangt nun vom Bundeskartellamt, Apple dazu aufzufordern, die App freizugeben. Hierzu lädt das Unternehmen auch seine Kunden dazu ein, die Beschwerde zu unterstützen.

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