Statt Nvidia: Apple könnte mit Sandy Bridge zu Intel-Grafik wechseln

Florian Matthey
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Trotz der möglicherweise bevorstehenden Einigung zwischen Intel und Nvidia über Intel-Prozessoren auf Nvidia-Boards könnte Apple in der nächsten MacBook-Generation auf Intel-Grafikchips setzen. Gerüchten zufolge ist Apple mit der Leistung der in Intels Sandy-Bridge-Chips integrierten Grafik-Prozessoren so zufrieden, dass ein Wechsel beim MacBook und 13-Zoll-MacBook Pro bevorsteht.

Bisher verbaute Apple im MacBook und im kleinsten MacBook Pro nicht wie im 15- und 17-Zoll-MacBook Pro Intels leistungsstärkeren Core-i-Prozessoren. Stattdessen setzte der Mac-Hersteller weiter auf die Vorgängergeneration Core 2 Duo. Das lag daran, dass Apple wegen leistungsstärkerer Nvidia-Grafikchips auf Nvidia-Motherboards setzen wollte, Intel aber die Core-i-Chips nur auf den eigenen Boards zuließ. Nur in den größeren MacBooks fand Apple genug Platz, eine zusätzliche Grafikkarte zu verbauen. Sollte es zu einer Einigung zwischen Nvidia und Intel kommen oder gekommen sein, wäre ein solcher Kompromiss nicht mehr nötig.

Jüngsten Informationen von CNet zufolge möchte Apple aber im nächsten MacBook und 13-Zoll-MacBook Pro Intels Sandy-Bridge-Prozessoren einsetzen, der bereits eine GPU enthält. Nach dem Wechsel sollen alle MacBook-Modelle mit 13 oder weniger Zoll Bilddiagonale – also auch das MacBook Air – ausschließlich mit Sandy-Bridge-Grafikchips arbeiten. Intel verspricht durch die neue Konstruktion, die den Grafikprozessor direkt in den Hauptprozessor integriert, deutlich mehr Leistung. Diese könnte Apples Absprüchen erstmals genügen. Die größeren MacBook Pros erhielten wiederum Grafikprozessoren von AMD. Ob Nvidia somit ganz aus den MacBooks verschwindet, bleibt abzuwarten.

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