Streit um Dividende: Einhorn mit kleinem Zwischenerfolg vor Gericht

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David Einhorn hat einen Zwischenerfolg gegen Apple erzielt: Der Investor hat gerichtlich die Abstimmung über einen von Apple selbst eingebrachten Antrag für das kommende Aktionärstreffen verhindert. Seinem Ziel, mehr Geld von Apple zu bekommen, ist er damit aber nicht wirklich näher.

Streit um Dividende: Einhorn mit kleinem Zwischenerfolg vor Gericht

Einhorn ist Präsident des Hedge-Fons Greenlight Capital, der wiederum Inhaber von 1,3 Millionen Apple-Aktien ist. Das sind 0,12 Prozent des Gesamtwertes des Unternehmens. Einhorn versucht seit einiger Zeit, Apple dazu zu bewegen, mehr Dividende an Aktionäre zu zahlen.

Erst letztes Jahr hatte Apple angekündigt, erstmals seit 1995 Dividende an die Anteilseigner zu zahlen – allerdings sollen es “nur” 45 Milliarden Dollar über drei Jahre sein, insgesamt verfügt Apple über Barreserven in Höhe von 137 Milliarden Dollar – Tendenz deutlich steigend.

Einhorn wünscht sich vor allem die Ausgabe von Vorzugsaktien – solche Wertpapiere mit weniger Stimmrechten, dafür aber höheren Ansprüchen für Dividende. Apple hatte angekündigt, diese Option zu prüfen, nachdem Greenlight rechtliche Schritte eingeleitet hatte.

Unter anderem ging Einhorn auch gegen einen Apple-Antrag für das diesjährige Aktionärstreffen vor, in dem das Unternehmen der Versammlung vorschlägt, festzulegen, dass es Vorzugsaktien nur ausgeben kann, wenn die Aktionäre dem zustimmen. Einhorn hat die Abstimmung darüber nun verhindern können – ein entsprechender Antrag hatte vor Gericht Erfolg.

Ob das Einhorn wirklich weiterbringt, ist eine andere Frage. Forbes verweist darauf, dass er den Antrag nur aus dem Grund verhindern konnte, dass Apple ihn – mutmaßlich – unzulässigerweise mit anderen Anträgen verbunden hat. In zukünftigen Aktionärstreffen könnte ihn Apple also isoliert wieder einbringen.

Darüber hinaus hat der Apple-Verwaltungsrat bereits angekündigt, auch ohne verbindlichen Beschluss der Aktionäre Vorzugsaktien nur nach einer Abstimmung auszugeben. Forbes verweist außerdem darauf, dass Apple und auch einige Aktionäre weiterhin in Sachen Dividende skeptisch bleiben könnte: Einerseits muss das Unternehmen viel Steuern nachzahlen, wenn es Gelder aus Steueroasen im Ausland abzieht, um sie an die Aktionäre auszugeben.

Andererseits ist das Unternehmen ohne Aktionäre mit Vorzugsaktien auch flexibler, was zukünftige Auszahlungen angeht. Heute gehe es Apple finanziell sehr gut; sollten aber eines Tages wieder schwierige Zeiten kommen, sei es hilfreich, auf die Auszahlung von Dividende verzichten zu können.

Update: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass Greenlight Capital Apple-Aktien im Wert von 1,3 Millionen Dollar besitzt. Richtigerweise sind es natürlich 1,3 Millionen Aktien (im Wert von 585 Millionen Dollar). Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Weitere Themen: iPhone 3GS, iPad Air, Fingerabdruckscanner, iPad maxi, iPod Touch 4, Apple TV 2, iPhone 3G(S), iPod Touch 3G, iTunes Karte, Apple


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