Streit um E-Book-Preise: Gerichtsverhandlung im Juni 2013

Thomas Konrad

Durch geheime Absprachen mit Verlagen soll Apple zum Start des hauseigenen iBookstores künstlich die Preise der E-Books in die Höhe getrieben haben. Das US-Justizministerium hatte bereits im April Klage eingereicht. Für Juni 2013 wurde nun ein Gerichtstermin angesetzt

Streit um E-Book-Preise: Gerichtsverhandlung im Juni 2013

Die Klage des US-Justizministeriums richtete sich ursprünglich gegen Apple und sechs Verlage, nämlich Hachette, Harper Collins, Macmillan, Penguin, Pearson und Simon & Schuster. Zwei der Verlage, Macmillan und Penguin sitzen am 3. Juni 2013 mit am Verhandlungstisch, berichtet Reuters.

Weder Apple noch die beiden Verlage wollten sich außergerichtlich einigen, beharrten bis zuletzt auf ihrem Recht und wehrten sich gegen einen Vergleich, das das Justizministerium anstrebte. Mit Hachette, Harper Collins sowie Simon & Schuster konnten die US-Behören bereits Einigungen erreichen.

Öl ins Feuer goss eine E-Mail des verstorbenen Apple CEOs Steve Jobs, der Verlegern drei Vertriebsmodelle vorschlug: Man könne Bücher weiterhin für 10 US-Dollar bei Amazon verkaufen, müsse sich langfristig aber mit 70 Prozent davon begnügen, weil auch Amazon Anteilseigner besitze. Alternativ müsste man Amazon Bücher verwehren, was letztlich darauf hinauslaufe, dass Kunden die Bücher stehlen. Kritisch gesehen wird das dritte Modell: Jobs machte sich stark für einen Mainstream-Markt für E-Books zu einem höheren Preis von 13 beziehungsweise 15 US-Dollar – im iBookstore, versteht sich.

Apples Position im Fall ist eindeutig: Mit dem iBookstore haben man Konkurrenz geschaffen, wo es zuvor keine gab. Man habe Amazons Monopol gebrochen und Kunden Zugang zu interaktivieren, motivierenden E-Books gewährt. So wie Entwickler ihre Preise im App Store angeben, tun es Verlage im iBookstore, schreibt der Hersteller in einem Statement.

 

 

Weitere Themen: iBooks , Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog, Apple Special Event Oktober 2014, iTunes, iTunes für Mac, iOS, App Store, The Swift Programming Language – Handbuch , OS X Yosemite, Apple

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