Streit um Vorzugsaktien: Investor Einhorn geht weiterhin rechtlich gegen Apple vor

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Der Investor David Einhorn geht weiterhin mit rechtlichen Schritten gegen Apple vor – sein Unternehmen Greenlight Capital möchte, dass Aktionäre stärker von Apples großen Barreserven profitieren können. Aktuell streitet sich der Apple-Anteilseigner konkret um einen Antrag für das nächste Aktionärstreffen.

Streit um Vorzugsaktien: Investor Einhorn geht weiterhin rechtlich gegen Apple vor

Einhorn ist Präsident des Hedge-Fonds Greenlight Capital, der Apple-Aktien im Wert von 1,3 Millionen Dollar – also rund 0,12 Prozent des Unternehmens – hält. Bereits vor einigen Tagen machte Einhorn mit der Forderung, dass Apple mehr Geld an die Aktionäre weitergeben soll, von sich reden.

Apple sitzt auf einem Berg an Barreserven in Höhe von 137 Milliarden Dollar – und Einhorn möchte daran in einem größeren Umfang teilhaben. Der Investor wünscht sich unter die Ausgabe so genannter Vorzugsaktien, die ihrem Inhaber zwar kein Stimmrecht bei Aktionärsversammlungen, dafür aber höhere Anrechte auf Dividende geben. Apple hatte sich erst letztes Jahr dazu entschieden, Dividende in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar über drei Jahre verteilt auszuzahlen – nachdem das Unternehmen 17 Jahre lang überhaupt keine Gewinne direkt an die Aktionäre weitergegeben hatte.

Auf Einhorns Forderung soll Apple zunächst nicht eingegangen sein. Als Einhorn aber rechtliche Schritte einlegte und andere Aktionäre aufforderte, sich ebenfalls an Apple zu wenden, reagierte das Unternehmen mit der Ankündigung, erneut zu überprüfen, wie mit den Barreserven in Zukunft umzugehen ist. Auch über die Option der Ausgabe von Vorzugsaktien werde man nachdenken.

Nun hat Apple für das nächste Aktionärstreffen am 27. Februar tatsächlich einen Antrag eingebracht, der unter anderem auf Vorzugsaktien eingeht – würde dieser angenommen, würde Apple von der bisherigen Praxis abweichen, Vorzugsaktien nach eigenem Ermessen ohne ein Votum der Aktionäre auszugeben.

Greenlight ist mit dem Antrag aber nicht zufrieden: Apple habe diesen zusammen mit anderen Punkten verbunden, obwohl dies nicht nötig sei. Die anderen genannten Punkte seien in Fällen üblich, in denen ein Unternehmen sich vor möglichen Übernahmen schützen will. Angesichts Apples extrem hoher Marktkapitalisierung – nach ExxonMobil ist Apple das zweitwertvollste Unternehmen der Welt – bestünde aber überhaupt keine Gefahr einer Übernahme.

Einhorn möchte Apple nun gerichtlich zwingen, den Punkt isoliert zur Abstimmung zu stellen. Am Dienstag soll es diesbezüglich zu einer Anhörung kommen.

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