Umweltschützer werfen Apple Sorglosigkeit vor

macnews.de
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Unternehmen, die in China produzieren lassen, achten zu wenig auf Umweltstandards und soziale Bedingungen. Das ist der Vorwurf einer Koalition aus 34 Nicht-Regierungsorganisationen an insgesamt 29 weltweit agierende Firmen. Eine davon ist Apple.

Die Untersuchung der Umweltschutzorganisationen sieht einen Zusammenhang zwischen den Umweltproblemen in China und der Produktion von Handy-Akkus und Schaltplatinen in Computern, die im Auftrag ausländischer Firmen hergestellt werden.

Die Produktion führe zu Blei- und Cadmium-Verseuchungen in mehreren chinesischen Provinzen, schreibt der Asien-Korrespondent des Guardian, Jonathan Watts. Bei mehr als 4000 Menschen – vorwiegend Kinder - seien besorgniserregende Bleiwerte im Blut festgestellt worden.

Diese Fälle, so heißt es im Guardian weiter, seien weitgehend bekannt. Neu in dem Report sei aber, dass dem Zusammenhang zwischen den produzierenden Firmen und deren Auftraggebern nachgegangen werde. So sei zum Beispiel aufgedeckt worden, dass die Firma “Shanghang Huaqiang Battery”, Schuld an der Bleivergiftung von 121 Kindern habe. Das Unternehmen beliefere über den Zulieferer Narda unter anderem Vodafone British Telecom (BT) und andere führende Handyhersteller.

Die Umweltschutzorganisationen wirft den Unternehmen vor, ihre Zulieferketten nicht offenzulegen. Die meisten Firmen versprächen ihren Kunden hohe Umweltstandards, aber die Transparenz verlöre sich häufig in der Vielzahl von Zulieferern.

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