Unterm Hammer: Sotheby's versteigert Apples Gründungsvertrag

Florian Matthey
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Am 13. Dezember diesen Jahres verkauft das US-Auktionshaus Sotheby’s ein ganz besonderes Erinnerungsstück aus der Apple-Geschichte: Den Gründungsvertrag zwischen Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne vom 1. April 1976. Sotheby’s erwartet einen Erlös zwischen 100.000 und 150.000 US-Dollar.

Der aktuelle Eigentümer hatte den Vertrag Mitte der 1990er Jahre von einem Manuskript-Händler erworben, der ihn wiederum von Ronald Wayne, dem dritten und weniger bekannten Apple-Mitgründer, erworben hatte. Mitte der 90er, also kurz vor Steve Jobs’ Rückkehr in das Unternehmen, sah es so aus, als würde das Unternehmen nicht mehr lange existieren – so dass der Kaufpreis damals recht niedrig gewesen sein dürfte.

Das Dokument soll von Ronald Wayne selbst stammen, der es an den Manuskript-Händler verkauft haben soll. Wayne hatte das Unternehmen bereits nach elf Tagen – am 12. April 1976 – verlassen. Im Anhang des Vertrages ist vermerkt, dass Jobs und Wozniak ihm 800 US-Dollar für seinen 10-prozentigen Anteil am Unternehmen bezahlten. Laut Sotheby’s soll er später weitere 1500 Dollar erhalten haben. Heute wäre sein Anteil rund 35 Milliarden Dollar wert – allerdings wäre Wayne nach eigenen Angaben wegen der turbulenten Apple-Geschichte dann “der reichste Mann auf dem Friedhof”.

Der aktuelle Eigentümer der Dokumente glaubt, nun einen guten Zeitpunkt zum Verkauf der Verträge gefunden zu haben. Nach Steve Jobs’ Tod Anfang Oktober ist das öffentliche Interesse an Apple wohl größer als je zuvor.

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