Unternehmensberater glaubt, dass Apple “verloren” ist

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Seit rund einem halben Jahr befindet sich die Apple-Aktie im freien Fall. Einige Beobachter wie Apples Mitgründer Steve Wozniak machen sich nicht zu große Sorgen. Ein Experte nennt nun jedoch sieben Gründe, warum Apples erfolgreichste Zeit in der Vergangenheit liegt.

Unternehmensberater glaubt, dass Apple “verloren” ist

Der Unternehmensberater für Peter Cohan nennt bei Forbes sieben Gründe, warum Apple “verloren” (“doomed”) sei. Er bezieht sich dabei auch auf die Gründe, die Henry Blodget von Business Insider für zukünftige Apple-Erfolge genannt hatte.

Einerseits stimmt Cohan nicht mit Blodget überein, dass Apple-Aktien günstig seien und sich Investitionen daher lohnten – bewerte man Aktien danach, wie die zukünftige Gewinnentwicklung aussehen wird, sei die Aktie sogar teuer. Immerhin seien die Gewinne in Apples erstem Geschäftsquartal 2013 um 17 Prozent eingebrochen.

Apple könne dem auch keine wirklich neuen Gerüchte entgegensetzen – zwar werde es dieses Jahr ein iPhone 5S und ein iPad mini 2 geben. Das seien aber keine wirklich neuen Produkte, und Kunden könnten ebenso einen Grund haben, ihr aktuelles iPhone durch ein Konkurrenzprodukt zu ersetzen wie durch ein iPhone 5S.

Seit Steve Jobs verstorben ist habe Apple außerdem kein wirklich innovatives Produktmehr auf den Markt gebracht – was dafür spreche, dass Apples Innovationskraft ohne Jobs nachgelassen habe. Stattdessen habe das Unternehmen mit einem Produkt wie den Apple-Karten fürs iOS 6 sogar einen großen Fehler begangen.

Einige Investoren – so auch Blodget – sähen wiederum die Berichte um ein günstiges iPhone positiv. Cohan hält jedoch die Veröffentlichung eines solchen Geräts – sollte es denn kommen – für ein sehr schlechtes Zeichen: Bisher habe Apple dadurch Erfolge gehabt, sich von Konkurrenzprodukten durch Qualität abzusetzen. Sollte Apple nun Versuchen, Kunden durch niedrige Preise zu überzeugen, werde die Gewinnmarge sinken – zumal es Apple schwer fallen werde, die Konkurrenz zu unterbieten.

Als Argument für den Kauf von Apple-Aktien werde außerdem oft genannt, dass die Börse in Zukunft niedrige Apple-Gewinne erwarten werde, das Unternehmen die Erwartungen also wieder öfter übertreffen könne. Das Spiel mit niedrigen Erwartungen sei aber nur dann sinnvoll, wenn ein Unternehmen eine Strategie habe, Gewinne wieder zu steigern – und das sei bei Apple eben nicht der Fall.

Cohan glaubt außerdem nicht, dass Apple mit einem Fernseher oder einer iWatch Erfolg haben werde: Die Kunden hätten kein großes Interesse daran, ihren Fernseher zu ersetzen, und eine Armbanduhr sei kein so attraktives Produkt, wenn Smartphone-Besitzer die Uhrzeit doch ohnehin von ihrem Handy ablesen.

Schließlich glaubt Cohan auch nicht, dass Apple in Zukunft dadurch Erfolg haben könne, gute und günstige statt gute und teure Produkte herzustellen. Dadurch werde Apples Gewinn noch weiter schrumpfen, weshalb Investoren noch weniger Geld ins Unternehmen stecken würden. Der Aktienkurs werde also in Zukunft weiter fallen, eine Besserung sei aktuell nicht in Sicht.

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