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US Kartellamt hat (endlich) Apple auf der Liste

Bernd Korz

Lange hat Apple mit den Zähnen geklappert und einem der Erzfeinde – Adobe – den Kampf angesagt. Flash hat auf deren Hardware nichts verloren, Schuld alleine trägt Adobe, denn Flash sei sehr schlecht für das iPhone und das iPad. Kaum würde Flash laufen würde es die Ressourcen nur so auffressen.

Neben Flash hat Adobe auch AIR im Programm. Mit AIR lassen sich plattformübergreifende Applikationen entwickeln und kompilieren. Extra für das iPhone hat Adobe dann trotz der erhitzten Gemüter nach Jobs “Wutrede” eine Version in der Entwicklung gehabt. Doch auch hier zeigt Jobs absolut keinen Spielraum, für ihn ist Adobe und deren Produkte offensichtlich ein echter Dorn im Auge und wenn er könnte, würde er sie auch aus Mac OS X verbannen.

Kurzerhand wurde für das iPhone OS 3.2 die Lizenz geändert und Entwickler dürfen keinerlei Kompiler oder Entwicklungsumgebungen nutzen, die nicht extra von Apple freigegeben wurden. Unglücklicher Weise sind auch nur die Programme, die von Apple selbst kommen “freigegeben”. Man zeigt sich stur und stellt klar, dass es hier keine Ausnahmen geben werde. Immer wieder beteuert Apple dabei, dass man das nur für die Kunden tue und absolut keine eigenen Interessen dabei verfolge.

Nun jedoch sieht sich das Kartellamt auf den Tagesplan gerufen, denn auch dort beobachtet Steve Jobs und Apple mit einem Argusauge. Das Kartellamt scheint nun ebenso die Meinung zu vertreten, dass Apple hier seine Entwickler wie auch Kunden unverhältnismäßig bevormunden möchte und dabei massivste Einschnitte vornimmt. Man nutzt hier eine Monopolstellung aus die man immer weiter auszubauen versucht.

Sollte das Kartellamt diese Meinung intensivieren, und hier werden sicherlich Google wie auch Adobe gerne behilflich sein, könnte es für Apple etwas ungemütlicher werden.

Quelle: New York Times

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