US-Sender ABC besucht die “iFactory” in China

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Wie am Montag angekündigt lief in der vergangenen Nacht in den USA der Bericht des US-Senders ABC. Entgegen ersten Hoffnungen enthielt das Special aber nur wenige Neuigkeiten.

US-Sender ABC besucht die “iFactory” in China

Das vollständige Special ist derzeit noch nicht verfügbar. Für US-Zuschauer ist das Special nun online verfügbar. Einen weiteren Ausschnitt der Sendung hat der Sender jedoch bei YouTube veröffentlicht:

Glaubt man den Aussagen der US-Kollegen von The Verge, soll der Bericht, der im Rahmen der Sendung Nightline lief, nicht viele neue Informationen über die Situation beim chinesischen Hersteller Foxconn zutage gebracht haben.

Das Team des Senders nutzte die Gelegenheit unter anderem, um mit einigen Arbeitern und deren Familien zu sprechen. FLA-Chef Auret van Heerden wurde ebenfalls interviewt, konnte aber auch nur bereits bekannte Details nennen.

Interessant war die Antwort des Foxconn-Direktors Louis Woo auf die Frage, ob er es unterstützen würde, wenn Apple die Gehälter der Mitarbeiter verdoppeln würde. Seine Reaktion: “Warum nicht?”

The Verge hat darüberhinaus eine Liste weiterer Details des Reports zusammengestellt, die unter anderem folgendes beinhaltet:

  • Es benötigt 141 Schritte, um ein iPhone zu bauen. Das Gerät wird vollständig in Handarbeit zusammengebaut
  • Um ein einziges iPad zu bauen, dauert es fünf Tage. Dabei legen 325 Mitarbeiter ihre Hand an das Tablet
  • Foxconn produziert pro Tag 300.000 Kamera-Module fürs iPad
  • Foxconn-Mitarbeiter bezahlen für ihr Essen – rund 53 Cent pro Mahlzeit – und arbeiten 12 Stunden pro Schicht
  • Mitarbeiter, die in den Wohnanlagen des Unternehmens mit 6 bis 8 Betten schlafen, zahlen dafür rund 13,20 Euro pro Monat
  • Pro Stunde verdienen die Arbeiter rund 1,34 Euro

Der Bericht enthielt auch Details über die Kooperation zwischen Apple und der Fair Labor Association (FLA), die seit einigen Tagen die Fabriken in China untersucht. So hat Apple angeblich 250.000 US-Dollar gezahlt, um der FLA beizutreten. Das Unternehmen aus Cupertino trägt darüber hinaus die Kosten der derzeit laufenden Inspektionen.

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