USA: Mann verklagt Apple wegen fehlender Porno-Sperre in Geräten

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Apples Anwälte können wohl nicht über mangelnde Beschäftigung klagen. In den USA muss sich das Unternehmen jetzt einem besonders skurrilen Verfahren stellen: Ein Mann hat Apple verklagt, weil sich mit Apple-Produkten Porno-Seiten aufrufen lassen.

USA: Mann verklagt Apple wegen fehlender Porno-Sperre in Geräten

Der Kläger Chris Sevier hat Apple vor einem Bezirksgericht in seiner Heimatstadt Nashville verklagt. Sevier verlangt von dem Unternehmen, dass es alle seine Geräte standardmäßig mit einem “Safe Mode” versieht; als Standard also den Zugriff auf sämtliche Seiten mit pornografischen Inhalten sperrt.

Wer über 18 ist, soll bei Apple – wohl im Anschluss an einen erfolgreichen Altersnachweis – ein Passwort anfordern können, um die Sperre aufzuheben. Apple-Kunden, die unter 18 sind, sollen das Passwort hingegen nicht bekommen können.

Als Begründung nennt Sevier die Tatsache, dass er Apple liebe und an Apple glaube und wisse, dass das Unternehmen gute Absichten habe. Apple sei immer ein “Pro-Familien”-Unternehmen gewesen, das sich immer um das Wohl der Kinder der amerikanischen Nation gekümmert und immer “pro-amerikanische Werte” gefördert habe. Es gebe keinen Grund, warum Apple Online-Pornographie fördern sollte, da solche Inhalte doch zu Sexsucht, Menschenhandel, Prostitution und “zahllose zerstörte Leben” führten.

Sevier selbst verweist darauf, dass er selbst über pornografische Seiten “gestolpert” sei, als er “facebook.com” aufrufen wollte und sich dabei vertippt habe. Er selbst sei dann in eine Sucht verfallen, die seiner Ehe geschadet habe, da er seine Frau dann mit Frauen in entsprechenden Videos verglichen habe.

Diese teilweise doch recht absurden Ausführungen lassen vermuten, dass es Sevier auch darum gehen könnte, Aufmerksamkeit für sich zu erregen. Sevier macht im normalen Leben Musik und hat für sein aktuelles Anliegen ein YouTube-Video erstellt – das sich in Deutschland dank GEMA nur mit entsprechenden Proxies oder Filtern aufrufen lässt.

Auch Apple selbst hat sich in der Vergangenheit öfters als recht prüde erwiesen: Steve Jobs lobte den App Store einst dafür, dass er Apples Kunden “Freiheit von Pornographie” gewähre, im Jahr 2009 hatte die Ablehnung einer E-Reader-App im App Store für Aufregung gesorgt: Apple wollte diese nicht haben, weil sie das Lesen des Buchs “Kama Sutra” ermöglichte.

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