Verdacht auf Insiderhandel: US-Börsenaufsicht überprüft Apple-Analysten

Florian Matthey
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Die US Securities and Exchange Commission untersucht in diesen Tagen, ob Börsenanalysten unzulässigen Insiderhandel betrieben haben. Ein Dorn im Auge ist der amerikanischen Börsenaufsicht vor allem die bei Apple Analysen gängige Praxis, über Anfragen bei Zulieferern Hinweise zu neuen Produkten oder zu Verkaufszahlen zu erhalten.

Das Wall Street Journal benennt als Beispiel eine Mitteilung des RBC-Capital-Markets-Analysten Mahesh Sanganeria, der anhand seiner Zulieferer-Quellen iPad-Verkaufszahlen in Höhe von 40 Millionen für das Jahr 2010 vorhersagte. Zuvor hatte noch Rodman & Redshaw berichtet, dass die iPad-Produktionszahlen zum Jahresende nicht mehr weit über zwei Millionen Stück pro Monat hinausgehen würden.

Solche Mitteilungen können den Aktienkurs eines Unternehmens stark beeinflussen – vor allem bei Unternehmen, die abseits von Medienevents selbst wenige Informationen preisgeben. Der frühere SEC-Mitarbeiter Paul Atkins erklärte der Zeitung, dass derjenige Insiderhandel betreibe, der weiß, dass die Informationen, die er von jemandem erhalte, vertraulich sind. Wer also jemanden gezielt auf solche Informationen anspreche, verhalte sich nicht rechtmäßig.

Ob Apple-Analysten tatsächlich Insiderhandel betrieben haben, ist damit nicht gesagt. Die SEC prüft in diesen Tagen lediglich die Fakten und die rechtliche Lage.

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