Verizon-iPhone: Der Wermutstropfen in Apples Erfolgsstory

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Die Beobachter jonglieren mit zum Teil sehr beeindruckenden Zahlen, wenn sie Apples wirtschaftliche Leistungen beschreiben. Das vierte Quartal 2010 war wieder einmal das erfolgreichste in der Geschichte des Unternehmens. Apple liegt Analysen zufolge inzwischen auf Platz 1 der weltgrößten Hersteller mobiler Computer und kauft weit über die Hälfte aller produzierten Touch-Panels auf. Allein beim CDMA iPhone hapert es noch mit den Superlativen.

Apple überholt die Branche in fast allen Bereichen. Mac-Verkäufe an Behörden, Geschäftskunden und Privatanwender nahmen im vierten Quartal 2010 jeweils deutlich stärker zu, als dies im gesamten IT-Markt der Fall war. Allein der Bildungssektor will offenbar nicht so recht mitspielen, dort verlor das Unternehmen 2,7 Prozent, während die Branche um 3 Prozent anzog. Insgesamt ergibt sich aber immer noch ein Wachstums-Vorsprung Apples gegenüber der restlichen IT-Welt von 20 Prozent.

Das iPad dürfte in dieser Entwicklung eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. So glaubt Charlie Wolf von Needham & Co., dass der Halo-Effekt des smarten Tablet-Rechners den von iPhone und iPod noch übertrifft. 80 von 100 Unternehmen, die in der Fortune-500-Liste aufgeführt sind, haben innerhalb weniger Monate das iPad entweder zum Einsatz gebracht oder zumindest für den firmeninternen Gebrauch erprobt. Ähnlich stark sei die Übernahmerate in kleinen und mittleren Unternehmen zu vermuten.

Doch damit erschöpft sich das Verdienst des iPad damit noch lange nicht. Im vierten Quartal 2010 kletterte Apple auf Rang drei in der Liste der weltweit erfolgreichsten Computer-Hersteller. Schuld daran war erneut das Apple-Tablet. Nur dank dessen Einbeziehung in die Statistik konnte Steve Jobs die Konkurrenz von Dell knapp hinter sich lassen. Jetzt führt sein Unternehmen mit 17,2 Prozent Marktanteil den Teilbereich der mobilen Computer an und lässt HP, Acer, Dell und Toshiba hinter sich – erneut dank iPad.

Solch eine große Popularität ist den Konkurrenten aus mehreren Gründen ein Dorn im Auge. Zunächst sieht es natürlich niemand gerne, wenn das Produkt eines Wettbewerbers das eigene aus den Regalen verdrängt. Doch Apple dreht der Konkurrenz von Motorola und Research In Motion schon an der Quelle den Hahn ab. So melden Zulieferer aus Asien, dass die Kapazitäten für Touch-Module zu 60 Prozent für Cupertino eingeplant seien. Samsung, Acer und HP müssen sich bereits bei kleineren Produzenten umsehen, alle kleineren Abnehmer gehen vollkommen leer aus.

Allein, der Stein in Steves Turnschuh ist das CDMA-iPhone beim US-Anbieter Verizon. Erste Beobachtungen zeigten bereits, dass sich das neue Modell nicht so gut verkaufen würde, wie geplant. Jetzt liegen BGR.com Zahlen vor, die genau dies belegen. Verkaufszahlen von AT&T- und Verizon-Versionen aus fünf Apple-Filialen, teils in äußerst prominenter Lage, wurden verglichen. Die Differenz der Volumina sank augenscheinlich von 370 Einheiten am ersten Tag auf nur 93 Geräte am fünften. Zusätzlich gaben nur 14 Prozent der befragten Kunden an, von einem AT&T-iPhone zu Verizon zu wechseln. Allerdings darf diesem letzten Wert keine übermäßige Aussagekraft zugesprochen werden, da keine Stichprobengröße angegeben wurde und die Umfrage somit möglicherweise nicht repräsentativ ist.

Es bleibt also im großen und ganzen dabei, Apples Erfolg spricht für sich und Bände. Ein schaler Nachgeschmack bleibt jedoch nach dem Start des iPhone 4 bei Verizon, da hätten viele mehr erwartet, auch wenn der Anbieter selbst von “Rekordzahlen” spricht.

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