Verlorener iPhone-Prototyp: Apples Sicherheitschef verlässt Unternehmen

Florian Matthey
4

Wie letztes Jahr soll ein Apple-Hardware-Tester auch dieses Jahr einen iPhone-Prototypen verloren haben. Für ein so geheimniskrämerisches Unternehmen wie Apple ist so etwas besonders ärgerlich. Als Konsequenz dessen soll Apples Sicherheitschef John Teriault das Unternehmen nun verlassen haben.

Die Geschichte des iPhone 4 scheint sich mit dem iPhone 4S fast eins zu eins wiederholt zu haben: Wieder war ein Apple-Mitarbeiter mit einem Prototypen in einer Bar in Nordkalifornien unterwegs, und wieder ließ er den Prototypen dort zurück. Letztes Jahr kannte die Welt somit vorab schon das Design des iPhone 4, dieses Jahr war der Fund rein optisch weniger spektakulär – möglicherweise der Grund, warum auch keine Bilder aufgetaucht sind.

Allerdings wollte Apple den Prototypen dennoch möglichst schnell zurückhaben. Der Finder selbst soll das Gerät über eine Kleinanzeigen-Website verkauft haben, Apple ließ bei einem für das Unternehmen Verdächtigen eine Hausdurchsuchung durchführen – und soll sich dabei sogar als Polizei ausgegeben haben, Anwälte beschäftigen sich auch in diesen Tagen noch mit dem Vorfall.

Die Geschichte ist für Apple ebenso wie die des letzten Jahres zum einen ärgerlich, weil durch verlorene Prototypen Details zu neuen Produkten an die Öffentlichkeit kommen. Auch ist die weitere Entwicklung – sollte sie sich so wie berichtet zugetragen haben – für Apples Image nicht unbedingt positiv. Im Lichte dessen ist wahrscheinlich der Weggang von John Teriault zu sehen, über den 9 to 5 Mac berichtet. Apple wollte den Bericht allerdings nicht kommentieren.

Teriault arbeitete seit 2007 bei Apple und zeigte sich dort als Vizepräsident für den Bereich Globale Sicherheit verantwortlich, vorher war er Sicherheitschef des Unternehmens Pfizer und Mitarbeiter der US-Bundespolizei FBI.

Weitere Themen: iPhone

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz