Verteidigungsminister warnt vor iPhone-Einsatz in der Bundeswehr

Katia Giese
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Als ehemaliger Bundesinnenminister hat sich Thomas de Maizière eingehend mit den Gefahren im Umgang mit Computern und mobilen Diensten beschäftigt. Seine Erkenntnisse wirken auch in seinem neuen Ressort weiter: Die Bundeswehr wird vor dem Einsatz von Smartphones gewarnt.

Nach Berichten der Wirtschaftswoche mahnt der Verteidigungsminister in einem Schreiben, dass einzelne Dienststellen “während eines Einsatzes oder in militärischen Sicherheitsbereichen die Verwendung von Smartphones generell, temporär oder personenbezogen untersagen” können. Bei Geräten wie dem iPhone sei es dank der eingebauten Ortungsfunktion im Ernstfall für den Gegner möglich, die Aufenthaltsorte der Soldaten und Truppenbewegungen nachzuvollziehen.

Bereits während seiner Amtszeit im Innenministerium warnte de Maizière vor dem Einsatz von Blackberries und iPhones in der Bundesregierung und Bundesverwaltung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik verzeichnete damals eine zunehmende Zahl von Angriffen auf die elektronischen Kommunikations- und Informationsnetze. “Jeder muss sein Risiko selber einschätzen können – der Staat für sich und die Wirtschaft für sich,“ sagte de Maizière damals dem Handelsblatt und rügte damit, dass der aktuelle Sicherheitsstandard allein von Privatfirmen wie Apple oder RIM bestimmt wird.

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