ARM M0+: Energie-effizientester 32Bit-Prozessor der Welt in den Startlöchern

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Die Aussage, dass ihr neuer M0+ Multiprozessor der “sparsamste der Welt” sei, haben die englischen Konstrukteure von ARM lieber wieder austauschen lassen, denn ob man am Ende wirklich an Texas Instruments “Wolverine” vorbeiziehen kann, kann anhand der momentanen Datenlage noch gar nicht ermittelt werden. Dennoch kann man den Chips wohl eine glorreiche Zukunft prophezeien, weil sie sich eben so vielseitig einsetzen lassen.

ARM M0+: Energie-effizientester 32Bit-Prozessor der Welt in den Startlöchern

Ende des Monats, genauer gesagt bei der “embedded systems conference” am 27. März, wird ARM den Cortex M0+ erstmals vorstellen, so jedenfalls sehen es die Planungen bis jetzt vor. Doch auch ohne viel Öffentlichkeitsarbeit kann sich ARM wohl des Erfolgs sicher sein, denn immerhin haben schon freescale und NXP ihren Bedarf angemeldet, die solch minimierten Multiprozessor-Einheiten den entsprechenden Appliances anpassen.

Als MPUs für den “embedded” Einsatz, also als fest verlötete Einheit auf einem passenden Board in einem entsprechenden Gerät würden die M0+-Modelle nicht nur wegen ihrer geringen Leistungsaufnahme von 9µA/MHz bei 1,2V, sondern auch wegen ihrer innovativen 32Bit-Technik eine neue Marke setzen. Im Gegensatz zu den bisher in Telefonen, TV-Receivern, Druckern, Modems und in Zukunft in Kühlschränken, Fahrrädern und sonstigen Dingen aus dem “Netz der Dinge”, wie man die Vernetzung von allem mit allem wohl nennt, zum Einsatz kommenden 8- und 16-Bit-MPUs habe die Lösung von ARM aber auch weitere Vorteile. Ganz detailliert haben sich die Kollegen von heise.de der Technik gewidmet, die unter anderem auch erklären, warum TIs Wolverine nicht vergleichbar ist und der sparsamste Chip der Welt bleiben könnte: während man beim ARM M0+ noch mit den reinen Chipdaten rechne, sei die Wolverine-Lösung inklusive aller weiteren On-Chip-Einheiten gemessen worden. Für eine annähernde Vergleichbarkeit hätte vielleicht auch eine Angabe zu den voraussichtlich möglichen Taktfrequenzen der ARM-Units geholfen, die heise jedoch nicht heraus bekommen hat. Lediglich die Kollegen von itespresso fabulieren von Taktraten zwischen 25 und 60 MHz, wobei “technisch bis zu 250MHz möglich” sein würden.

Statt sich an solcherlei Spekulationen zu beteiligen sollte man sich vielleicht überlegen, was man mit solch duften MPUs in Zukunft alles machen können wird. Wer es noch genauer wissen will, dem bietet ARM wohl auch ein Entwicklungskit zum Selbst ausprobieren an, das es für Studenten sogar zum Selbstkostenpreis von etwa 10 Euro geben soll. Wie sich die Chefs der jeweiligen Lizenzfertiger Freescale und NXP die Zukunft mit solcherlei Chips vorstellen kann man ja den Videos entnehmen.

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