Externe Grafikkarten: Office-Notebooks werden zu Gaming-PCs

Peter Hryciuk

Thunderbolt 3 und USB Typ C machen es möglich: Über den schnellen Anschluss lassen sich normale Office-Laptops, Ultrabooks und auch Tablets in echte Gaming-PCs verwandeln. Sieht so die Zukunft des PCs aus?

Externe Grafikkarten: Office-Notebooks werden zu Gaming-PCs

Externe Grafikkarten machen Office-Notebooks spieletauglich

Auf dem Laptop-, Ultrabook- und Tablet-Sektor bricht eine neue Zeitrechnung an. Während man sich bisher entscheiden musste, ob man mit einem mobilen Endgerät entweder eine hohe Laufzeit oder viel Leistung haben wollte, spielt das nun keine Rolle mehr. Durch den Thunderbolt-3-Anschluss können normale Office-Laptops und ultraschlanke Notebooks sowie Tablets in Gaming-PCs verwandelt werden. Benötigt wird dazu nur eine externe Grafikkarte, die in einem speziellen Gehäuse steckt. Stellt man sich so etwas auf den Schreibtisch, lässt sich ein auf Laufzeit optimiertes Windows-Gerät auch zum Spielen nutzen.

Im Rahmen der Computex 2017 haben einige weitere Hersteller externe Grafikkarten-Lösungen vorgestellt. Die im Titel sichtbare Asus ROG XG Station 2 wurde bereits im letzten Jahr eingeführt, kostet mit um die 500 Euro ohne Grafikkarte aber verhältnismäßig viel:

Razer bietet mit dem Core ebenfalls schon eine externe Grafikkarte für seine Blade-Notebooks an – doch auch hier ist der Preis sehr hoch.

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Razer Blade Stealth und Razer Core vorgestellt

Interessanter könnten Lösungen von Gigabyte und Zotac werden. Die „Aorus GTX 1070 Gaming Box“ von Gigabyte wird zwar mit 600 Euro noch etwas mehr kosten, ist aber bereits mit einer rund 400 Euro teuren GeForce-GTX-1070-Grafikkarte ausgestattet. Man bekommt also das komplette Paket, muss nur noch das Kabel anschließen und kann direkt spielen. Ende des Jahres soll das modulare „External Graphics Dock“ von Zotac folgen. Dieses ist mit einem 400-Watt-Netzteil ausgestattet, kann Dual-Slot-Grafikkarten aufnehmen und selbst bestückt werden. Der Preis ist leider noch nicht bekannt.

Asus auf der Computex 2017: Alle Neuheiten im Überblick

Die Preise müssen fallen

Aktuell wirken die Preise für die externen Grafikkarten recht hoch, doch die Zukunft des Gamings könnte so aussehen. Man kauft sich ein schlankes und mobiles Ultrabook oder Tablet und hat zum Spielen auf dem Schreibtisch eine Grafikkarten-Box stehen, die man nur anschließt, wenn man die Zusatzleistung benötigt. Immer mehr Hersteller verbauen Thunderbolt 3 und USB Typ C und legen somit den Grundstein für diese Erweiterung. Ein Upgrade eines Ultrabooks ist sonst nicht möglich. Das wäre eine Lösung für ein Problem, das schon seit Jahren besteht. Nun müssten nur noch die Preise fallen. Die größer werdende Konkurrenzsituation hilft dabei sicher.

via heise

Weitere Themen: Asus Transformer Pad TF103C, Asus ZenPad 10, Asus ZenPad 7, Asus Transformer Book T200TA, Asus Transformer Book T100 Chi, Asus Transformer Book T300 Chi, Asus VivoTab Note 8, Asus VivoTab 8, Asus VivoBook Flip TP200, Zotac

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