Riesengroß: Retro-Handhelds Atari Lynx und Game Gear

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(Felix) Auf der GC werden wir das Neueste vom Neuen begutachten und anzocken. Deswegen wollen wir nochmal einen kleinen Blick in die Vergangenheit werfen. Dieses Mal in die Vergangenheit der Handheld-Konsolen. Der Gameboy ist ja der Vorreiter der portablen Spielekonsolen. Aber dennoch gab es im Laufe der Jahre diverse Kontrahenten, die sich alle mit toller Technik aber leider wenig Spiel schmückten. Wir werfen einen Blick auf Sega Game Gear und Atari Lynx.

Riesengroß: Retro-Handhelds Atari Lynx und Game Gear

Im Jahre 1989 erblickte nicht nur der grüne Screen des legendären Gameboy die Spielwelt sondern auch der farbige Bildschirm des Atari Lynx. Anfänglich noch von Softwareschmiede Epyx entwickelt wurde das Gerät von Atari vollendet und auf den Markt gebracht. Vor allem der Bildschirm mit seinen 4.096 Farben und der Hintergrundbeleuchtung sollte die Konkurrenz das Fürchten lehren. Leider waren von den vielen Farben aber nur 16 gleichzeitig darstellbar. Hinzu kam das der Lynx im Vergleich zum Gameboy einfach riesig war. Nicht umsonst wurde er oftmals liebevoll “Der Knochen” genannt. Dank einem Grafikchip, der Rastergrafik rotieren und skalieren konnte, war es dem Lynx möglich auch relativ gute 3D-Effekte darzustellen.

Allerdings gab es neben der enormen Größe genügend Gründe warum der Lynx sich nicht wirklich durchsetzte. Der Preis war einer davon. Mit rund 170 Dollar war der Lynx fast doppelt so teuer wie der Gameboy. Hinzu kamen die 6 Batterien die für gerade mal 4-6 Stunden Zockspaß sorgten. Und leider haperte es auch an wirklich guten Spielen. Dennoch ist der Lynx für mich aus meiner Sammlung nicht wegzudenken.

Seag Game Gear
Auch Sega wollte kräftig im Handheld-Sektor mitmischen. Deshalb kam im Jahre 1990 der Game Gear auf den Markt. Allerdings vorerst nur in Japan. Erst im Jahre 92 kam das Teil dann in Europa auf den Markt. Für rund 300 Mark konnte man sich an dem farbigen Handheld erfreuen. Statt 16 konnte der Game Gear gar 32 Farben gleichzeitig darstellen. Im Endeffekt war das Teil nichts anderes als ein portables Master System. Allerdings gab es auch hier Probleme, die dazu führten dass der Game Gear kein Land gegen den Gameboy sah. Wieder einmal sorgten der Preis, die Größe, zu wenig gute Spiele und der hohe Batterieverbrauch für geringes Interesse. Auch der zusätzlich käufliche TV-Tuner, sowie der Master System Adapter konnten den Game Gear nicht wirklich zu einem würdigen Gamy Boy Konkurrenten machen. Aber immerhin gingen weltweit um die 9 Millionen Einheiten über die Theke.

Viel Spaß bei unserem Blick in die 90er der Handhelds.

Weitere Themen: Alone in the Dark: Illumination, E.T. the Extra-Terrestrial, Atari

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