Mobile Konsolen – Eine Zeitreise zu den Anfängen der Handhelds

(Carsten) Die ganze Welt redet vom 3DS, der mobilen Konsole von Nintendo, die erstmals 3D ohne zusätzliche Brille ermöglichen soll. Wer damit weniger anfangen kann, der nennt mit Sicherheit eine PSP sein Eigen, oder zockt vielleicht sogar mittels iPod Touch oder iPhone. Egal wie, die mobilen Begleiter sind längst nicht mehr aus unserer Spielekultur wegzudenken. Dennoch denken viele bei Handheld wohl unweigerlich an Nintendo und den Game Boy. Dabei fing die Reise schon viel früher an.

Mobile Konsolen – Eine Zeitreise zu den Anfängen der Handhelds

Denn der erste wirkliche Handheld kam weit vor dem klassischen grauen Zwei-Knöpfer. Wenn wir richtig tief in den Zeitstrudel eintauchen und es schaffen rechtzeitig im Jahr 1979 aufzutauchen, können wir vielleicht eine Runde am Microvision spielen. Der ersten echten Handheld-Konsole, die austauschbare Spielemodule vorweisen konnte. Ok, es waren nur 13 Spiele auf dem winzigen LCD Bildschirm spielbar, was vielleicht auch Schuld am raschen Ende war. Bereits zwei Jahre später wurde der Stecker gezogen und das Microvision verschwand in diversen Kellern und Speichern. Dennoch war das Gerät ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. So hat das Microvision Spiel Cosmic Hunter erstmals auf das Konzept eines Steuerkreuzes aufgebaut, mit dem man den jeweiligen Charakter in alle vier Richtungen lenken konnte. Damals eine absolute Neuheit!

Sollte ihr so ein Gerät jedoch euer Eigenen nennt, dann hebt es sicher auf. Aufgrund der Fehleranfälligkeit sind funktionierende Geräte mittlerweile eine Seltenheit und dementsprechend wertvoll.

Erst nach dem Microvision betrat Nintendo erstmals die Handheld-Bühne. Jedoch nicht mit dem bekannten Game Boy, sondern mit den von Gunpei Yokoi entworfenen Game & Watch Geräten. Bei diesen lieh er sich Technologie von den Kreditkarten-großen Taschenrechnern – die Zeitanzeige in der oberen Ecke des LCD-Screens war geboren. Die Idee kam Yokoi übrigens bei einer Zugfahrt, als er einen Geschäftsmann beobachtete der fasziniert mit den Knöpfen seines LCD-Taschenrechners spielte. Damals waren diese Geräte gerade erst auf den Markt gekommen, was wohl die Faszination für einen simplen Taschenrechner erklärt. Yokoi zu mindestens lieferte das die Idee für eine “Miniatur-Maschine zum Zeittotschlagen.”

Die Game & Watch Geräte entsprachen zwar vom Design einem Handheld (Der Nintendo DS baut sogar auf dem Ursprungskonzept auf), boten pro Gerät jedoch nur ein Spiel. Dieses gab es zwar häufig in den Varianten A und B, wobei B jedoch meistens eine schnellere und damit schwierigere Variante von Spiel A war. Die Geräte erfreuten sich aber einer immens hohen Beliebtheit und hielten sich bis in Jahr 1991.

Doch nicht nur Nintendo versuchte sich in diesen Jahren an der mobilen Spielefreude. Die japanische Firma Epoch brachte im Jahr 1984 den Epoch Game Pocket Computer auf den Markt. Einer der ersten, echten Handhelds, der sogar fünf Jahre vor dem Game Boy erschien. Er nutze einen LCD-Bildschirm mit einer 75 x 64er Auflösung und konnte Grafik auf dem Niveau eines Atari 2600 darstellen. Dennoch floppte das Gerät – und zwar gewaltig. Gerade einmal fünf Spiele erschienen, bevor der Epoch Game Pocket Computer eingestellt wurde. Kein Wunder also, dass dieser nie außerhalb von Japan gesehen wurde.

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Weitere Themen: Alone in the Dark: Illumination, E.T. the Extra-Terrestrial, Atari

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