FBI ermittelt gegen Hacker wegen Zugriff auf iPad-Benutzer-Mailadressen

Florian Matthey
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Die von Hackern ermittelte, aus über 100.000 E-Mail Adressen von iPad-Besitzern bestehende Liste (wir berichteten) hat auch die amerikanische Bundespolizeibehörde FBI aktiv werden lassen. Eine Sprecherin erklärte, dass das FBI einen potentiellen unbefugten Zugriff auf einen Computer sieht und Ermittlungen aufgenommen habe. Unklar ist aber, ob die Hacker wirklich gegen ein Gesetz verstoßen haben.

Den Zugriff erlaubte ein Fehler auf der AT&T-Website, aufgrund dessen die Seite nach der Eingabe einer iPad-3G-ICC-ID automatisch die E-Mail-Adresse des registrierten Benutzers über ein Skript ausgab. Die Hacker-Gruppe namens Goatse Security schrieb dann einfach ein Skript, das verschiedene denkbare ICC-IDs ausprobiert und stellte die aus über 100.000 Mail-Adressen bestehende Liste zusammen.

Goatse Security hat also nur auf Daten zugegriffen, die AT&T offen zur Verfügung gestellt hatte – solange der Zugreifende nur genug IDs ausprobiert – und keinen eigentlichen Sicherheitsmechanismus überwunden. Die Gruppe wiegt sich deshalb in Sicherheit: Ein Mitglied erklärte dem Wall Street Journal, dass sie noch nichts von Behörden gehört habe und auch nicht damit rechnet, da sie nichts Illegales getan habe.

AT&T hat die Lücke mittlerweile geschlossen. Auf der Liste der iPad-3G-Besitzer befanden sich diverse Prominente sowie einige US-Militärs.

Weitere Themen: Hacker, iPad, AT&T

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