Klage gegen AT&T wegen iPhone-Daten-Abrechnungspraxis

Florian Matthey
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Apples amerikanischer Mobilfunkpartner AT&T, der das iPhone bis Januar exklusiv anbot, muss sich einer neuen Klage eines amerikanischen iPhone-Besitzers stellen. Der Kläger, der Gleichgesinnte für eine Sammelklage sucht, wirft dem Unternehmen vor, höhere Datenmengen abzurechnen als der Benutzer eigentlich verbraucht hat.

Der Kläger Patrick Hendricks hat ein Beratungsunternehmen beauftragt, die iPhone-Abrechnung genau zu überprüfen, um die Begrünung seiner Klage zu untermauern. Das Unternehmen stellte fest, dass AT&T für den Download einer 50-Kilobyte-Website zwischen 53,5 bis zu 150 Kilobyte abrechnet – zwischen sieben und 300 Prozent mehr als der Benutzer eigentlich herunter lädt. Der Klageschrift zufolge sei das vergleichbar mit einer manipulierten Benzinzapfsäule, die zwar eine gezapfte Gallone angibt, aber nur 0,9 Gallonen in den Tank füllt.

Noch schlimmer sei, so die Klageschrift, dass AT&T sogar dann Daten abrechne, wenn der Benutzer sein iPhone gar nicht benutze. Das Beratungsunternehmen hatte sich ein iPhone besorgt, alle Push-Benachrichtigungen und Umgebungsdaten deaktiviert, alle Anwendungen beendet und das manuelle Abrufen aller E-Mail Accounts festgelegt. Dann ließen die Tester das iPhone für zehn Tage liegen – und fanden für diesen Zeitraum 2.292 Kilobyte auf ihrer AT&T-Rechnung.

Die Kosten, die dem Kunden durch diese Praxis letztendlich entstehen, seien zwar letztendlich nicht sehr hoch. Der Kläger glaubt aber, dass sich AT&T in der Summe ungerechtfertigt bereichert und mit unlauteren Wettbewerbspraktiken arbeite. Auch aufgrund dessen stellt Hendricks nun Ansprüche gegen das Unternehmen.

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