Anschnallen bitte: Android fliegt in Boeings 787 Dreamliner

Holger Eilhard
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Diese Android-Installation werdet Ihr definitiv nicht mal eben in die Tasche packen können. Nach Informationen des Australian Business Traveller hat sich Boeing für den kommenden 787 Dreamliner dazu entschieden, das Entertainment System auf Basis von Android zu realisieren.

Anschnallen bitte: Android fliegt in Boeings 787 Dreamliner

Das Android-basierte Inflight Entertainment System umfasst sowohl die Displays in den Kopfstützen, als auch den notwendigen Server-Teil. Auf den Screens sollen neben den üblichen Audio- und Video-Apps auch spezielle Anwendungen der jeweiligen Airline zu finden sein. Die ersten für die 787 zertifizierten Displays werden bereits von Panasonic gebaut und sollen in allen Klassen, von der Economy bis hin zur First Class, verfügbar sein. Bei den meisten Bildschirmen handele es sich dabei um Touchscreens.

Bild: Australian Business Traveller

Viele der größeren Displays, in der Business und ersten Klasse, sollen allerdings kein Touch unterstützen. Der Grund hierfür ist einfach: Sie sind zu weit weg, als das man sie mit den Händen erreichen könnte. Um das Problem der Bedienung zu lösen kann man diese Geräte mit Hand-Gesten steuern. Die Display-Größen der beiden Lieferanten, Panasonic und Thales, reichen von 7 Zoll bis hin zu 17 Zoll.

Die 787 bietet darüberhinaus auch in der Economy Class USB-Buchsen und Steckdosen für Notebooks. Diese sind zwar optional, seien aber laut Mark Larson, technischer Manager bei Boeings Dreamliner Galerie, sehr beliebt bei den Airlines.

Bild: Australian Business Traveller

Entgegen anderen Boeing-Fliegern können die Fluggesellschaften keine eigenen Sitze und damit Entertainment Systeme wählen, sondern müssen aus verschiedenen Boeing-Vorschlägen das gewünschte Modell für ihre Dreamliner wählen. Auch dies hat einen Grund: Boeing will den bereits stark verspäteten Flieger endlich in die Luft bekommen und weiteren Verspätungen durch derartige Einschränkungen aus dem Weg gehen.

Boeing hat bereits 820 feste Bestellungen für den 787 Dreamliner, der pro Stück rund 210 Millionen Australische Dollar (~157 Millionen Euro) kostet.

Weitere Themen: Android, Boeing

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