Google kauft Bump – Ist NFC tot?

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Bump, eine App, um drahtlos Inhalte vom einen aufs andere Smartphone zu übertragen, ist von Google aufgekauft worden. Führt das zu noch leichterem Teilen? Oder gar dem Ende von NFC?

Google kauft Bump – Ist NFC tot?

Zugegeben, allzu viele Informationen zu dem Deal gibt es leider nicht. Die News im Bump-Blog besteht hauptsächlich aus einem kurzen Absatz. Darin äußern sich die Entwickler sehr erfreut darüber, künftig für Google zu arbeiten. Zunächst soll sich auch nichts ändern. Das gilt auch für den zu Bump gehörenden Photodienst Flock. Es wird aber nicht gesagt, was genau mit “zunächst” gemeint ist. Wir wissen auch nichts über die Höhe des Deals oder über die Zukunft von Bump.

NFC vor dem Aus?

Wir haben ja schon in der Vergangenheit darüber berichtet, dass Google NFC eher stiefmütterlich behandelt, um es mal vorsichtig auszudrücken. So kam das neue Nexus 7 (2013) gleich ohne Google Wallet, welches ja bekanntlich die NFC-Technologie verwendet. Ist der Kauf von Bump, welches nicht mit NFC arbeitet, jetzt ein Hinweis darauf, dass Google mit dem baldigen Aussterben von NFC rechnet?

 

Android selbst bietet ja die Möglichkeit, per NFC und Android Beam kleinere Dateien auszutauschen und auch größere Daten zu versenden. Für größere Dateien ist NFC natürlich nicht geeignet, da die Geräte hier nicht gepaart werden, aber immerhin dient es für die Initialisierung. Aber natürlich braucht man sowohl ein Android-Gerät als auch NFC.

Wie genau muss man es jetzt verstehen, dass Google Bump kauft? Natürlich könnte es einfach nur dafür gedacht sein, die Möglichkeiten von Android Beam zu erweitern und das Teilen zu erleichtern. Andererseits halte ich es auch nicht für komplett unrealistisch, dass Google künftig wieder auf NFC verzichten wird. Denn seien wir mal ehrlich: Die Technologie wird von den meisten einfach komplett ignoriert. Apple scheint überhaupt kein Interesse daran zu haben und selbst das Google-Tochterunternehmen Motorola entwickelt eine Alternative mit Namen DroidZap.

Vorteile von NFC

Andererseits hat NFC natürlich einige unbestreitbare Vorteile: Es kann ungemein praktisch sein, um bestimmte Einstellungen am Handy automatisch vorzunehmen oder Geräte dazu zu bringen, sich zu verbinden (ich war kurz versucht, “sich zu paaren” zu schreiben). Außerdem bietet es natürlich auch eine gewisse Sicherheit, weil die Verbindung selbst nicht allzu einfach abzuhören ist, da die Reichweite sehr kurz ist und es ebenfalls fast unmöglich scheint, eine Verbindung mit einem Gerät herzustellen, ohne dass dies der Besitzer merkt.

Bump funktioniert einfach so, dass eine Datei vom einem Gerät in die Cloud geladen wird, wenn man zwei Geräte aneinander “stößt”, und das andere Gerät diese dann herunterladen kann. Also eine indirekte Verbindung.

Quelle: Bump-Blog

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Weitere Themen: Android, Bump Technologies


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