Gregorchens Mondfahrt
(Cristina/Gregor) Wir wollen Gregor natürlich nicht zum Mond schießen, aber uns bleibt wohl keine andere Wahl bei diesem Titel. Dann wollen wir uns aber wenigstens mal erkundigen, wie es auf dem Mond so ausschaut, um sicher zu gehen, dass es Gregor dort an nichts mangelt.
Zunächst mal kann er sich dort nachts schön von der momentan auf der Erde herrschenden Hitzewelle abkühlen. Bei angenehmen -160 Grad Celsius lässt es sich doch endlich mal wieder gut schlafen. Blöd nur, wenn dann die Sonne über ihm aufgeht und für 130 Grad Celsius sorgt. Da sollte man sich dann vielleicht ein schattiges Plätzchen suchen, was sich allerdings schwierig gestalten könnte anlässlich der Tatsache, dass es auf dem Mond nicht viel mehr als eine ganze Menge Krater gibt. Die gesamte Mondoberfläche ist von einer grauen Staubschicht überzogen. Da ist die fehlende Schwerkraft noch das geringste Problem, dagegen kann man sich ja Backsteine unter die Schuhe schnallen. Aber überall nur grauer Staub, da putzt man sich ja einen Wolf.
Also betrachten wir uns den Mond doch lieber von weitem. Ist ja auch beeindruckend, wenn der Vollmond so riesengroß überm Horizont schwebt. Wenn er allerdings auf dem Zenith seiner Umlaufbahn ist, erscheint er viel kleiner. Dieser Größenunterschied entsteht nicht, wie häufig angenommen, durch Lichtbrechung oder den Raleigh-Effekt (größerer Anteil an rotem Licht gegenüber blauem erreicht das menschliche Auge durch die Filterung der Atmosphäre), sondern ist eine reine optische Täuschung, welche auf der menschlichen Wahrnehmung beruht. Dies lässt sich eindrucksvoll feststellen, wenn man den “großen” Mond mal auf ein Foto bannen möchte. Er erscheint dort nämlich genauso klein wie sonst auch. Noch einfacher könnt Ihr es überprüfen, indem Ihr die Hand zu einer kleinen Faust mit Guckloch formt und nur den Mond inklusive unmittelbarer Umgebung anvisiert. Er erscheint wieder in seiner normalen Größe.
Gregor hat sich nun wohl doch entschieden auf der Erde zu bleiben und das ist auch gut so. Auf dem Mond gibt’s ja gar kein PLAY-Studio. Er und Vio werden sich in der heutigen Sendung “Jule Verne – Reise zum Mond” wenigstens virtuell zum Mond schießen lassen.
