Codemasters - Dave Herod vergleicht Kauf von Gebrauchtspielen mit Diebstahl

Leserbeitrag

Harte Worte findet der Senior Programmierer von Codemasters Dave Herod für Käufer von Gebrauchtspielen. Seiner Meinung nach, sei der Kauf eines Gebrauchtspiels nicht weit von einem Diebstahl entfernt:

”Es ist nervtötend, dass der Verkauf gebrauchter Spiele ständig mit dem Verkauf eines Gebrauchtwagens verglichen wird. Dabei handelt es sich um die gleiche Sache. Wenn man einen gebrauchten PKW kauft, dann erwirbt man einen Gegenstand von minderer Qualität. Der Gebrauchtwagen hat keine Garantie mehr oder sie ist zum Teil bereits erloschen. Außerdem ist ein gebrauchtes Auto bereits abgenutzt und der Zustand wird immer schlechter, je mehr Zeit verstreicht.

Software verliert hingegen nicht an Qualität. Beim Kauf wird nicht für den Datenträger und die Verpackung bezahlt, sondern die Nutzungsrechte werden gekauft. Die Marke gehört dem Entwickler und dem Publisher. Was die Händler von gebrauchten Spielen verkaufen, befindet sich eigentlich nicht in ihrem Besitz. Das ist nicht weit von Diebstahl entfernt.”

Herod ist jedoch nicht der erste der sich sehr Kritisch gegenüber Gebrauchtspiele äußert. Äußerst unbeliebt bei vielen Spielern machte sich Michael Schmalz, Geschäftsführer des kanadischen Studios Digital Extremes im Juni diesen Jahres mit einer ganz ähnlichen Aussage in der er meint, Handel mit Gebrauchtspielen sei legaler Diebstahl:

”Der Handel mit gebrauchten Spielen ist im Grunde genommen legaler Diebstahl. Wir Entwickler sehen da keinen Cent mehr von unserem Produkten. Es kann nicht angehen, dass ein Call of Duty bei GameStop teilweise bis zu zehnmal getauscht wird. Die Händler verdienen so an unserer Arbeit, und das zu 100% Prozent.”

 



Weitere Themen: DiRT Rally, GRID 2, Dirt 3 Demo, F1 2014, Herr der Ringe Online, Codemasters

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz