Cooliris: Vom einfachen Browser-Plugin zur iPad-App

Holger Eilhard
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Das Silicon Valley lebt von vielen kleinen Startups, die meist das Ziel verfolgen, das Leben ihrer Anwender zu verbessern und ihnen neue Möglichkeiten zu bieten. Rund ums Thema Fotografie, soziale Interaktion und dem Entdecken von Bildern bietet Cooliris bereits seit Jahren Anwendungen für das Web und für mobile Geräte.

Cooliris: Vom einfachen Browser-Plugin zur iPad-App

Die neueste Entwicklung aus dem Hause Cooliris ist die gleichnamige iOS-App, die seit einigen Tagen im App Store zu finden ist und bereits in dieser kurzen Zeit großen Anklang gefunden hat. In 63 Ländern war die iPad-Version der App auf dem ersten Platz im App Store.

Auf den ersten Blick besteht Cooliris aus zwei Bestandteilen: Dem Foto-Browser, der Zugriff auf die Fotos im iPhone oder iPad, Facebook, Instagram und Googles Bilder-Suche hat. In Zukunft sind hier selbstverständlich noch Erweiterungen, etwa in Form der Unterstützung weiterer Sozialer Netzwerke wie Twitter oder Google+, zu erwarten.

Bei der Auswahl eines dieser Dienste gelangt man zur Ansicht der 3D-Wand, die sich bereits seit Jahren in ähnlicher Form durch die Geschichte des Unternehmens zieht. Bei der Auswahl eines Bildes zoomt man ins Foto hinein und wird mit einer Darstellung im Großformat begrüßt.

Die angezeigten Bilder können aber nicht nur einfach angesehen, sondern auch mit Freunden geteilt werden. Dies bringt uns zum zweiten, essentiellen Bestandteil der App. Cooliris kombiniert das Entdecken neuer Bilder mit dem Teilen an Freunde und Familie. Dabei kann die App als Chat-Programm oder Instant Messenger verwendet werden.

Die Unterhaltungen können auch gleichzeitig mit mehreren Freunden in einem Gruppenchat geführt und so zum Austausch von Bildern jeglicher Art verwendet werden. Alternativ kann man auch eine “Unterhaltung” mit sich selbst führen, und die App so als persönliches Archiv für interessante Bilder nutzen.

Cooliris will mit diesem persönlichen Sharing eine einfach zu nutzende Alternative zu Sozialen Netzwerken wie Facebook etablieren. Bei Facebook und Co. kann sich man häufig nicht sicher sein, ob die heute als privat markierten Inhalte auch morgen noch privat sind.

Eine Kontakt- oder Freundesliste sucht man in Cooliris vergebens. Will man einen Freund zu einer Unterhaltung einladen oder hinzufügen, wählt man diesen einfach aus dem Adressbuch aus und lädt ihn so in die Unterhaltung ein. Ist der gewählte Kontakt noch kein Mitglied, wird eine E-Mail mit einem Link verschickt. Auf der zur Einladung gehörenden Webseite werden auch die geteilten Informationen angezeigt und aktualisieren sich sogar nahezu in Echtzeit, wenn es Neuigkeiten in der Unterhaltung gab.

Eine Website für den Web-Zugang zu den Unterhaltungen, etc. gibt es aktuell noch nicht. Intern arbeitet man allerdings bereits an einer Lösung, die noch ein wenig Feinschliff erfordert, bis man sie der Öffentlichkeit zugänglich machen kann.

Eine Android-App gibt es bislang ebenfalls nicht, da man als kleines Startup dem iOS-Markt eine höhere Priorität gegeben hat. Gleichzeitig ist das Entwickeln für iOS aufgrund des deutlich übersichtlicheren Gerätemarkts um einiges einfacher.

In den knapp 14 Tagen seit dem Launch wurden mehr als 100 Millionen Bilder angesehen – alleine diese Zahl wuchs in zwei Tagen um 20 Millionen. Mehr als 250.000 Bilder wurden aus der Cooliris-App auf Facebook geshared.

Die App kann für und kostenlos im App Store heruntergeladen werden.

Auf den folgenden Seiten findet Ihr einen näheren Blick auf Cooliris und dem Leben als Startup im Silicon Valley. Dazu gehört auch etwa die Geschichte des Mitgründers Austin Shoemaker, der bereits in frühen Jahren regen Kontakt mit Apple in Cupertino hatte und dort auch lange Zeit gearbeitet hat.

Des Weiteren hatten wir die Gelegenheit mit Sebastian Blum zu sprechen. Neben Blum arbeiten bei Cooliris auch noch einige weitere Deutsche, von denen viele als Praktikant bei dem Startup in Palo Alto begonnen haben, um sich wenig später in einer Festanstellung wiederzufinden. Auch in diesem Jahr sucht das Unternehmen wieder nach Praktikanten. Weitere Informationen zu den Anforderungen – und wie ihr Kontakt aufnehmen könnt – findet ihr im Blog von Cooliris.

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