Killerspieldebatte - Crytek CEO Cevat Yerli droht mit Abwanderung aus Deutschland

Leserbeitrag

Das Entwicklerstudio Crytek wurde 1999 von den drei türkischstämmigen Brüdern Cevat Yerli, Avni Yerli und Faruk Yerli, damals noch in Coburg, gegründet. Später hat man den Hauptsitz nach Frankfurt verlegt.

Bislang waren alle Projekte von Crytek Ego-Shooter. Dabei handelt es sich aber um große Titel wie Far Cry oder das allseits für seine überdurchschnittliche Grafik bekannte Crysis.

Leider hat es dieses Genre nicht leicht, zumindest in Deutschland. So wurde auch Crysis bereits als ”Killerspiel” bezeichnet.

Der Höhepunkt der ganzen Debatte ist aber das geplante Herstellungs- und Verbreitungsverbot dieser Art von Computer- und Videospielen.

Durch solch ein Verbot könnte Crytek die bestehenden Titel nicht fortsetzen. Cevat Yeri, Crytek CEO, sieht keinen Sinn mehr darin, in Deutschland zu bleiben, sollte solch ein Gesetz in Deutschland in Kraft treten:

”Ein Verbot von Action-Spielen in Deutschland ist besorgniserregend, weil das bedeutet, dass wir als Spieleentwickler hier nicht arbeiten können. Wenn die Kreativschaffenden in Deutschland sich nicht an einem der bedeutendsten und zukunftsträchtigsten Kulturmedien beteiligen können, heißt das nichts anderes, als dass wir gezwungen sind, ins Ausland abzuwandern.”, so Cevat.

Weiter sagt er: ”Es besteht die Gefahr, dass die deutschen Talente wegen der aktuellen politischen Diskussion ihres gebührenden Platzes in der internationalen Spieleentwicklerlandschaft beraubt werden. Gleichzeitig würden den deutschen Konsumenten Werke der Unterhaltungskultur vorenthalten, die überall in der Welt als unbedenklich und unterhaltsam angesehen werden.”

Es gibt bereits erste Reaktionen auf die Entscheidung Cryteks. King Art, Entwickler des Adventures ”The Book of Unwritten Tales”, ist der gleichen Meinung wie die frankfurter Entwickler.

Kalypso, Hersteller von Tropico 3, hält die ganze Sache für übertrieben.

Weitere Themen: Ryse - Son of Rome, Crytek

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