Ausgedrosselt: Landgericht Köln verbietet Telekom die DSL-Drosselung

Martin Malischek

Mit der angekündigten Drosselung von DSL-Verträgen ab einem bestimmten Datenvolumen handelte sich die Deutsche Telekom, auch liebevoll ‘Drosselkom’ genannt, einen Shitstorm ein, der seinesgleichen sucht. Das Landgericht Köln gab einer Klage der Verbraucherzentrale statt und setzte den Riegel vor das Verbot.

Ausgedrosselt: Landgericht Köln verbietet Telekom die DSL-Drosselung

Anfangs hat das Unternehmen eine Drosselung auf 364 kbit/s vorgesehen, nach dem Druck durch die Netzgemeinde entschied das Unternehmen die Drosselung zu drosseln: 2 mbit/s sollte die Gemüter beruhigen. Zumal die Drosselung erst ‘frühestens ab 2016′ Verwendung findet und die Telekom lediglich den Zusatztext bei Tarifen angepasst hat, so der Konzern.

Mit dem Begriff Flatrate verbinde der Kunde bei Internetzugängen über das Festnetz einen Festpreis für eine bestimmte Surfgeschwindigkeit und rechne nicht mit Einschränkungen

entschied die Zivilkammer des Kölner Gerichts. Ob und inwieweit die Deutsche Telekom Revision einlegt ist nicht bekannt, jedoch zu erwarten.

Diese Entwicklung ist sehr gut. So wollte die Telekom der übermäßigen Nutzung der Flatrates entgegenwirken, möglicherweise wären dem Provider weitere gefolgt. Nachdem bereits dem Zwei-Klassen-Internet stattgegeben wurde, die das bevorzugte Behandeln von bestimmten Diensten und Internetseiten erlaubt, wäre das eine weitere negative Auswirkung in Sachen Internetnutzung gewesen.

Quelle: cashys blog

Weitere Themen: T-Entertain, Deutsche Telekom

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