Ebay - Onlinehandel in Gefahr? Ebay wehrt sich!

Leserbeitrag
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Schon seit geraumer Zeit scheinen sich Hersteller der unterschiedlichsten Produkte in den Kauf und Verkauf ihrer Produkte auf diversen Online-Marktplätzen und anderen Portalen einzumischen.

Logischerweise wollen die Hersteller selbst den Handel beeinflussen oder gar ganz kontrollieren, dass ihre Waren zum Beispiel günstiger angeboten werden ist ihnen natürlich ein Dorn im Auge. So wurde bereits (bei eBay durch FreshMinds Research) 46 Prozent der 357 ”kleinen” Händler der Verkauf ganz untersagt, 40% durften nur unter strengen Auflagen verkaufen, wieder 51% wurde der Verkauf zu günstigeren Preisen gänzlich untersagt.

Offiziell lautet die Argumentation man wolle Fälschungen entgegenwirken, laut eBay bestand jedoch der Anteil nur zu 0,15% aus potentiellen Plagiaten die man identifizieren habe können. Den Herstellern scheint jedoch gleich zu sein ob die Ware neu, gebraucht, echt oder gefälscht ist.

Diesen Kontrollen und Auflagen will eBay nun entgegenwirken um seinen Kunden auch weiterhin einen freien und fairen Wettbewerb zu garantieren und stellt nun eine Petition, in der die EU dazu aufgefordert wird die veralteten Rechtsvorschriften von 1999 neu zu überdenken da Onlineshopping sich seitdem stark verändert hat.

Dr. Wolf Osthaus von Ebay:”Die einschlägigen Wettbewerbsregeln zu Vertriebsbeschränkungen stammen aus dem Jahr 1999. Damals war Online- Shopping noch nicht so ein Thema. Das ist jetzt anders.”

Stellt sich die Frage, ob und wie sehr da auch Spielefirmen ihre Finger im Spiel haben? Aus Angst vor Rufmord-Klagen werden natürlich keine Namen genannt, aber möglich ist alles. Geht die Tendenz zur Bevormundung nun auch vom Gaming weg und wird von anderen aufgegriffen? Versucht man kleinen Händlern seinen Stempel aufzudrücken oder will man nur Fälschungen bzw Fälschern den Wind aus den Segeln nehmen? Die Zukunft wird es vielleicht zeigen…

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