Die Bretter, die die Welt bedeuten: Skate

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(Colin) Tony Hawk muss sich warm anziehen. Denn mit Skate tritt Electronic Arts an, Activisions Trendsport-Platzhirsch sein angestammtes Jagdrevier streitig zu machen.

Die Bretter, die die Welt bedeuten: Skate

Dass “Skate” das Erfolgskonzept der millionenschweren “Tony Hawk”-Serie nicht einfach kopiert, wird bereits im Tutorial deutlich. Die Steuerung der EA-Fahrer funktioniert nämlich grundlegend anders. Grob gesagt: Mittels linkem Analogstick bewegt Ihr den Fahrer, das rechte Pendant kontrolliert das Brett. Um etwa einen Ollie hinzulegen, zieht Ihr zunächst den rechten Stick nach unten, woraufhin Euer Polygon-Pendant in die Knie geht. Anschließend den Stick nach oben gerissen und schon springt der Kollege hoch.

Geht der Sprung weit genug, dreht sich die Figur via linkem Stick um die eigene Achse. Grabs funktionieren via Schultertasten, Anlauf nehmt Ihr via A- bzw. X-Taste und gebremst wird mit B. Das war’s im Prinzip, alles Weitere ergibt sich aus dem Spielverlauf.

Denn in “Skate” ist Freiheit Trumpf. Die virtuelle Metropole San Vanelona besteht aus mehreren Bezirken, durch welche Ihr nach Lust und Laune brettern dürft. Egal ob Parkbank oder Treppengeländer, Rampe oder Half-Pipe – die gigantische City ist nur so gespickt mit Grind- und Sprunmöglichkeiten.

Wer will, skatet dabei ganz entspannt durch die Pampa immer auf der Suche nach neuen Spots. Alternativ nehmt Ihr Herausforderungen bekannter Skater an, versucht Euch an Wettbewerben oder post für Foto- und Filmsessions bekannter Magazine. Mit gewonnener Kohle geht Ihr alsdann shoppen – T-Shirts, Schuhe, Boards, Brillen und vieles mehr locken zum Kauf.

Erfahrungspunkte oder ähnliches gibt es nicht. Euer Skater ist immer nur so gut wie Ihr selbst. Ebenfalls gut: Auf Knopfdruck setzt Ihr einen Marker, von dem aus Ihr einen verpatzten Trick beliebig häufig neu starten dürft. So bleibt Euch lästiges Anfahren erspart. Ebenfalls cool ist die Online-Unterstützung. Nicht nur dass Ihr Euch mit anderen Zockern aus aller Welt messen dürft. Besonders coole Replays Eurer größten Kunststücke dürft Ihr auch rudimentär nachbearbeiten und online stellen.

Insgesamt liefert EA mit “Skate” also einen gleichermaßen einsteigerfreundlichen wie anspruchsvollen Trendsportler ab. Allerdings ist die Steuerung bei der Unterscheidung einiger Tricks gerne mal überfordert. Auch sonst kann es schon Mal ganz schön lange dauern, bis Ihr einen Trick beherrscht. Wer Spaß an einem realistischeren Genre-Vertreter als “Tony Hawk” hat oder mit dessen Steuerung nichts anfangen kann, sollte “Skate” auf jeden Fall anspielen – es lohnt sich!

Weitere Themen: Need for Speed Underground 2, Army of Two: The Devil's Cartel, Crysis Wreckage, Crysis 3, Fussball Manager 12 Demo, Dead Space 3, Dead Space 3 Demo, Crysis 2 Demo, FIFA 12 Demo, Electronic Arts

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