Electronic Arts: Visceral Games geschlossen, Zukunft des Star Wars-Spiels ungewiss

Alexander Gehlsdorf

Das Star Wars-Spiel, das in den letzten Jahren bei Visceral Games in Arbeit war, wird in der aktuellen Form nicht erscheinen. Electronic Arts hat das Studio schließen lassen.

So hätte das Star Wars-Spiel von Visceral Games aussehen sollen:

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Star Wars - Visceral Games - Teaser

Schlechte Nachrichten für Star Wars-Fans: Wie der Executive Vice President von Electronic Arts Patrick Söderlund überraschend bekannt gab, wird Visceral Games (Dead Space-Reihe) geschlossen. Das Team arbeitete in den vergangenen Jahren an einem noch unbenannten Star Wars-Spiel aus der Feder der Uncharted-Autorin Amy Hennig. Bisher gab es lediglich wenige Szenen zum Visceral-Spiel bei der E3 2017 zu sehen.

In seinem Blog-Post betonte Söderlund, dass der bisherige Fokus des Spiels — linear, kurz, Singleplayer — nicht für den aktuellen Markt geeignet ist. Dementsprechend soll das Spiel neu ausgerichtet und breiter aufgestellt werden. Analyst Daniel Ahmad mutmaßt, dass Electronic Arts dementsprechend eine offene Welt mit Online-Features anstrebt. Anhand eines Tweets vom Kotaku- und Buch-Autor Jason Schreier wird klar, wie tragisch diese Geschichte ist:

In seinem Buch Blood, Sweat and Pixels enthüllte Schreier, dass George Lucas Star Wars 1313 retten wollten, nachdem die Entwicklung an diesem ambitionierten Spiel durch die Franchise-Übernahme Disneys eingestellt wurde. Lucas schlug Visceral Games vor, die Entwicklung zu übernehmen, allerdings wollte das Studio ein eigenes Star Wars-Spiel kreieren. Star Wars 1313 ist also Geschichte und nun wird auch das nächste Star Wars-Spiel nicht oder zumindest nicht so wie ursprünglich gedacht erscheinen.

Star Wars 1313 und das Visceral-Spiel sind nicht die ersten Star Wars-Titelmit Entwicklungsproblemen: 

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Das Star Wars-Projekt wird jetzt an die EA Worldwide Studios abgegeben. Unklar ist noch, ob Autorin Amy Hennig weiterhin an der Produktion beteiligt sein wird und was aus den Visceral-Entwicklern wird. Auf Twitter bieten Entwickler anderer Studios unter dem Hashtag #VisceralJobs Jobangebote bei anderen Studios an:

Auch Sasan Sepehr vom deutschen Entwicklerstudio Crytek (FarCry, Hunt: Showdown) meldete sich via Twitter:

Inzwischen gibt es sogar ein Google-Dokument mit allerlei Stellenanzeigen von Entwicklern. Der ursprünglich angepeilte Release-Termin von 2019 wird nun voraussichtlich auch nicht eingehalten werden können. Visceral Games wurde vor allem durch die Arbeit an den Dead Space-Spielen bekannt.

Weitere Themen: Madden NFL 18, Die Sims 4, Dragon Age 4, Anthem, NBA Live 18, Need For Speed: Payback, Star Wars: Battlefront 2, FIFA 18, Titanfall 2, Electronic Arts

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