GRIN - Machen Square Enix für Bankrott verantwortlich

Robin Schweiger
8

Das Entwicklerstudio GRIN hat bis zu seiner Auflösung 2009 einige Flops produziert. Spiele wie Terminator: Salvation oder Wanted: Weapons of Fate ließen deutlich an Qualität zu wünschen übrig. Gleichzeitig war das Studio aber auch für einige Hits verantwortlich, darunter die PC-Umsetzungen von Ghost Recon: Advanced Warfighter oder die 2D- und 3D-Remakes von Bionic Commando. So kam die Auflösung relativ überraschend – Schuld trage Square Enix behaupten die Gründer des Studios nun.

GRIN - Machen Square Enix für Bankrott verantwortlich

Mitte 2008 hatten die Schweden vom japanischen Studio den Auftrag bekommen, ein “Final Fantasy”-Spin-Off mit dem Codenamen “Fortress” zu entwickeln. Es sollte einen westlichen Stil mit Action-Adventure-Elementen besitzen. Die Gründer von GRIN, Bo und Ulf Andersson, erzählten nun in einem Interview, dass Square Enix lächerliche Ansprüche gestellt, die vertraglich zugesicherten 20 Millionen Dollar nie bezahlt und verlangt habe, den Spielecode und die Musikdateien per Fax zuzusenden.

“Es ist genauso dämlich, wie es sich anhört”, erläutert Bo. “es ist eine unmögliche Anforderung, man kann keine ACII- und Binärcodes per Fax senden. Da würde man rückwärts arbeiten. Wirklich bescheuert, fast schon kriminell”. Square Enix habe außerdem behauptet, GRIN würde ihre Arbeit an die falschen Abteilungen schicken – alles hätte zunächst zur Rechtsabteilung gemusst.

Nach einiger Entwicklungszeit habe Square Enix dann plötzlich behauptet, ihnen gefalle der nordische Stil nicht mehr, obwohl dies genau das war, womit sie die schwedischen Entwickler beauftragt hätten. Weil GRIN den Japanern zu diesem Zeitpunkt schon sehr skeptisch gegenüber gestanden hätten, hätten sie Square Enix daraufhin Bilder von “Final Fantasy XII” zugesendet, ein Spiel, das Square selsbt entwickelt hatte – doch die Japaner hätten die Bilder nicht erkannt.

“Sie sagten uns: “Das sieht nicht wie Final Fantasy aus”. Da haben wir erkannt, dass wir tun konnten was wir wollten, es war schon entschieden . Wir wollten “Final Fantasy” revolutionieren, denn das ist genau, was diese Serie braucht. Der letzte Teil war natürlich furchtbar”.

Wenn man den Gerüchten glauben mag, soll sich “Fortress” noch immer bei einem unbekannten, westlichen Studio in Entwicklung finden.

Weitere Themen: Square Enix

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz