Facebook einigt sich mit FTC - Mark Zuckerberg: Wir haben einige Fehler gemacht

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Nicht nur hierzulande schlagen die Datenschützer Alarm, wenn es um die Geschäftspraktiken Facebooks geht. Auch in den USA mussten sich die Betreiber der Online-Plattform gegenüber der Federal Trade Commission (FTC) rechtfertigen. Die Einigung ist jetzt erreicht und umfasst unter anderem regelmäßige Überprüfungen für die kommenden 20 Jahre.

Facebook einigt sich mit FTC - Mark Zuckerberg: Wir haben einige Fehler gemacht

“Ich bin der Erste, der zugibt, dass wir einige Fehler gemacht haben”, so lautet einer der ersten Sätze in Mark Zuckerbergs Beitrag im Facebook Blog. Im mehr als 1.400 Wörter umfassenden Post versucht der Facebook-Gründer und CEO wiederholt klarzustellen, dass sein Unternehmen viele der von der FTC genannten Probleme bereits vor Monaten gelöst habe und die Facebook-Mitglieder nun mehr Kontrolle über ihre Daten hätten als je zuvor.

Um den Forderungen nach mehr Transparenz und besserer Kontrolle der Privatsphäre nachzukommen, schuf Zuckerberg zwei neue Positionen. Die beiden “Chief Privacy Officer” sollen sich zum einen um die Datenschutz auf Produkt-Seite, zum anderen um die Privatsphäre auf grundlegender Ebene im gesamten Unternehmen kümmern.

Die FTC hatte Facebook unter anderem vorgeworfen, dass die Mitglieder über die Änderungen der Privatsphäre-Einstellungen im Dezember 2009 nicht informiert worden seien. Damals hatte Facebook bis dahin private Daten, wie etwa die Freundesliste, der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Mit Hilfe von Geldstrafen soll Facebook im Fall von zukünftigen Verstößen gestoppt werden. Die Einigung wurde so verfasst, dass die Behörden selbst bei kleinen Verletzungen der Regeln das Soziale Netzwerk bestrafen können. Die von Reuters erwähnten Bußgelder in Höhe von 16.000 US-Dollar pro Tag pro Zuwiderhandlung dürften für ein Unternehmen wie Facebook allerdings schlimmstenfalls Peanuts sein.

Die Einigung mit der FTC besagt unter anderem, dass zukünftige Änderungen an der Sichtbarkeit persönlicher Daten eine explizite Zustimmung des Anwenders benötigen. Ähnliche Abkommen hatte die US-Behörde bereits mit Google im vergangenen März und mit Twitter im vergangenen Jahr vereinbart.

Weitere Themen: Facebook Lite, Facebook

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