LionPad, Plot-Device, Foxconn-Feier und Facebook-Gangster

Ralf Bindel
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OS X Lion heißt das neue Wunderwerk von Apple und schon häufen sich die Kopien. Wo? Natürlich in China, wo Kopieren Respektbezeugung heißt, wenn nicht Kommerz. Diesmal sind es nicht Apple Stores sondern Lion, dessen Erfolg zur Nach-Namung verführt: Im LionPad.

Lion bringt iOS auf den Mac. Oder umgedreht, wie beim LionPad. Doch dabei sind es nur der Name des Mac-Systems und das Look-and-Feel des Apple iPad, die da in China zusammen gewachsen sind. Zeigt zumindest der Werbeclip:

Die Leistung des LionPad

Sieben Zoll misst der Touchscreen des LionPad (9,7 der des iPad), folglich ist es mit knapp 20 x 13 cm kleiner als das echte iPad, dafür mit 13,8 mm genau 4 mm dicker, wiegt aber statt knapp 600 Gramm nur 350 Gramm. So echt oder durchsichtig das Ganze auch wirkt, als Betriebssystem kommt Android 2.2 zum Einsatz, auf einem Freescale Cortex A8 Prozessor mit 1 Gigahertz Takt und 512 Megabyte Arbeitsspeicher.

Der kapazitive Touchscreen löst 1024 x 600 Pixel auf, acht Gigabyte Flashspeicher besitzt das LionPad und eine 3-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz und Autofokus auf der Rückseite, eine 2-Megapixel-Kamera auf der Frontseite. Anschluss findet es durch einen Micro-SD-Kartenschacht, Kopfhörer- und Mikrofonbuchsen sowie via Bluetooth, WiFi, GPS und dem UMTS von China Telecom. Damit ist das LionPad offenbar der erste Shanzhai-Tablet-Computer, der 3G-Telefoniefähigkeiten besitzt, schreiben die Experten von M.I.C. Gadget.

Das lassen sich die Kopisten bezahlen: 3980 chinesische Renminbi, umgerechnet 430 Euro kostet das LionPad. Zu bekommen ist es in den Shops von China Telecom. Und das Roaming des größten chinesischen Telekommunikationsanbieters geht über 200 Länder.

Weitere Themen: Facebook Lite, Facebook

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