Ping und Facebook: Apple verhandelte 18 Monate lang

Florian Matthey
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Vor dem Start von Apples sozialem Musik-Netzwerk Ping soll das Unternehmen anderthalb Jahre lang mit Facebook über eine Kooperation verhandelt haben. Jüngsten Berichten zufolge wollte Apple das neue iTunes-Feature ursprünglich auf Facebooks Netzwerk aufbauen, aktuell erlaubt Facebook nicht einmal eine Anbindung von Ping.

Die Quellen von Business Insider berichtet, dass die Verhandlungen mindestens 18 Monate lang liefen. Genaue Details über die Gespräche sind nicht bekannt, allerdings spekuliert Business Insider über eine direkte Anbindung an Facebooks Netzwerk und Benutzerstamm. Apple hätte so kein eigenes Netzwerk von Null aufbauen müssen. Offensichtlich konnten sich die Unternehmen darüber aber nicht einigen: Gegenüber All Things Digital erklärte der Apple-CEO Steve Jobs nach der Vorstellung von Ping ganz offen, dass Facebook “lästige” Bedingungen gestellt habe.

Apple wollte dann zumindest eine Verbindung zu Facebook herstellen, indem das Unternehmen Facebooks API Facebook Connect in Ping installierte. Daraufhin blockierte Facebook den Dienst für Apple, so dass die entsprechenden Buttons wieder verschwanden.

Laut Business Insider sei das Verhalten Facebooks Apple gegenüber nicht ungewöhnlich für das Unternehmen: Facebook sei mittlerweile so stark gewachsen und verfüge über so viele Daten, dass sich das Unternehmen selbst auf dem IT-Markt mittlerweile als feste Größe sehe. Während Facebook mit kleineren Startup-Unternehmen noch gut zusammen arbeite, lasse das Unternehmen von Mark Zuckerberg gegenüber anderen Größen im Silicon Valley seine Macht spielen. Ein “Veteran” der Branche vergleicht Facebooks Auftreten mit dem von Microsoft in den späten 90er Jahren.

Weitere Themen: Ping, Facebook Lite, Facebook

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