Neue Facebook AGB: Die Änderungen im Januar 2015 - das sollte man wissen, das kann man tun

Martin Maciej
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Ab heute, Freitag, 30. Januar, führt der Social Media-Gigant Facebook neue allgemeine Geschäftsbedingungen ein. Hier erfahrt ihr, was sich für euch ändert. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Facebook durch die AGB-Änderung noch mehr Zugriff auf eure persönlichen Daten hat und diese für Werbezwecke verwenden möchte.

Neue Facebook AGB: Die Änderungen im Januar 2015 - das sollte man wissen, das kann man tun

Weltweit sind alle 1,35 Milliarden Mitglieder von Facebook betroffen. In Deutschland nutzen rund 28 Millionen Menschen das soziale Netzwerk. Hier findet ihr die neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen.

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Kamal Against The Machine Facebook UNCUT

Neue Facebook AGB: Die Änderungen (Januar 2015)

Loggt ihr euch heute bei Facebook ein, stimmt ihr automatisch den neuen Nutzungsbedingungen zu. Doch was ändert sich eigentlich ab heute?

  • Durch die neuen AGB wird Facebook Handlungen auf dem sozialen Netzwerk stärker auswerten.
  • Bislang spielt Facebook Werbung vor allem aufgrund der getätigten „Gefällt mir“-Angaben aus.
  • Mit der Änderung will Facebook das Nutzerverhalten auch außerhalb des eigenen Webangebots auswerten.
  • Seid ihr demnach eingeloggt und surft verschiedene Gaming-Seiten an, erhält Facebook diese Information und kann diese z. B. für angepasste Werbeeinblendungen nutzen.
  • Herangezogen werden hierfür Webseiten, die Facebook-eigene die Werbeplattform Atlas verwenden.
  • Mit den neuen AGB von Januar 2015 kann Facebook zudem Nutzerdaten plattformübergreifend austauschen.
  • Mit Atlas kann Facebook Handlungen auf verschiedenen Plattformen auswerten.
  • Hierfür werden Cookies, Logins, aber auch spezielle Eigenschaften zur Identifikation von Smartphones und Tablets herangezogen werden.
  • Daten, die bei WhatsApp, Facebook oder Instagram hinterlegt wurden, können somit ein und derselben Person zugeordnet werden.
  • Mittels GPS kann Facebook auch Freunde in der unmittelbaren Umgebung anzeigen.
  • Von den beiden oben genannten Möglichkeiten wollen die Macher allerdings noch nicht Gebrauch machen.
  • Dank GPS und der Facebook-App kann der Social-Media-Riese auch standortbezogene Daten sowie Informationen über installierte Apps samt Vorlieben sammeln.
  • Auch diese Daten können für gezielte Werbung, z. B. die Anzeige von Geschäften und Restaurants in der unmittelbaren Nähe, verwendet werden.
  • Facebook selbst teilt mit, mit den neuen Daten- und Nutzungsbestimmungen für mehr Transparenz sorgen zu wollen.
  • Durch einen Klick auf die rechte obere Ecke der Anzeige könnt ihr etwa erfahren, warum euch genau diese Werbung angezeigt wird.
  • Neue interaktive Anleitungen sollen es mit der Änderung von heute zudem leichter machen, den Nutzerkreis einzuschränken, der einen Blick auf die hinterlegten Facebook-Daten hat.
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Kann man den Facebook AGB widersprechen?

Die neue Ausrichtung der AGB bietet Facebook weitere Möglichkeiten, um den kostenlosen Zugang zum sozialen Netzwerk durch gezielte Werbung zu Geld zu machen. Nicht nur Datenschützern sind die Änderungen natürlich ein Dorn im Auge. Die Änderung sollte bereits zum 1. Januar 2015 aktiv sein, wurde allerdings durch Kritik von europäischen Datenschützern bis heute verschoben.

Eine Anpassung der neuen Richtlinien in den AGB hat es allerdings innerhalb des vergangenen Monats nicht gegeben. Widersprechen könnt ihr den AGB nicht, wenn ihr den Dienst weiter nutzen wollt. Besonders solltet ihr es vermeiden, eines der geläufigen Status-Bilder, bzw. eine Status-Meldung in eure Chronik zu postet, mit welcher ihr den AGB „hiermit widersprechen“ wollt. Das Teilen solcher Meldungen bringt nichts, außer eventuell ein Kopfschütteln bei euren Facebook-Freunden.

Facebook AGB: Diese Einstellungen sollte man vornehmen

Seid ihr mit den Änderungen der AGB und der Sammelwut eurer Daten durch Facebook nicht einverstanden, bleibt euch nichts anderes übrig, als euren Facebook-Account zu löschen. Generell solltet ihr natürlich dafür sorgen, dass ihr nicht zu viele persönliche Details in eurem Facebook-Account preisgebt. Diese können nicht nur für Werbezwecke benutzt, sondern für weitere Zwecke missbraucht werden, z. B. Identitätsdiebstahl im Netz oder Mobbing.

Einige neu eingeführte Auswertungsmöglichkeiten könnt ihr durch eigene Einstellungen eindämmen.

  • So lässt sich z. B. die nutzungsbasierte Online-Werbung deaktivieren.
  • Steuert hierfür die Einstellungen an und öffnet links den Abschnitt „Facebook-Werbeanzeigen“.
  • Wollt ihr vermeiden, dass Facebook euer Surfverhalten für Werbung verwendet, müsst ihr eine Abmeldung bei der „European Digital Advertising Alliance“ durchführen.
  • Um zu verhindern, dass Facebook eure besuchten Webseiten für Werbezwecke trackt, könnt ihr ein Browser-Plugin wie Ghostery verwenden.
  • Nicht benötigte Anwendungen und Apps in Facebook solltet ihr löschen. Zudem solltet ihr in den Privatsphäre-Einstellungen (rechts oben über den Pfeil zu erreichen) einen möglichst kleinen Benutzerkreis für die Sichtbarkeit eurer Daten einstellen.

facebook-werbeanzeigen

Zum Thema:

Quelle: Watson.ch

Bildquelle: Gil C / Shutterstock.com

Weitere Themen: Facebook Lite, Facebook APK, Facebook für iPhone und iPad, Facebook für Android, Facebook , Social Media, Facebook

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