Erneuter Suizid beim Apple-Produzenten Foxconn

Katia Giese
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In der südchinesischen Produktionsstätte des Apple Partners Foxconn ist es erneut zu einem Selbstmord einer Mitarbeiterin gekommen. Die 25-jährige Ingenieurin ist am Freitag vor einer Woche aus der zehnten Etage eines Hauses in Shenzhen gesprungen und an ihren Verletzungen gestorben, wie die taz berichtet. Der Suizid wird mit ihrer Anstellung bei Foxconn in Verbindung gebracht, was erneut die schlechten Arbeitsbedingungen des Elektronikriesen und damit auch die Frage nach Apples Verantwortung in den Fokus rückt.

Die junge Frau arbeitete seit 2005 für Foxconn und wurde kurz vor ihrem Freitod per Firmenmail zur Kündigung aufgefordert, erzählte ihr Bruder. Ähnliche Zwischenfälle gab es bei Foxconn bereits mehrfach im vergangenen Jahr. Das Unternehmen hatte darauf mit Lohnerhöhungen reagiert. Ob diese Maßnahme ausreicht um für insgesamt bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen, war jedoch von vornherein umstritten. Der erneute Suizid stellt dies allemal in Frage und lässt auch die Blicke auf Apple richten. Cupertino lässt unter anderem das iPad bei Foxconn produzieren und hat damit seinen Erfolg zu einem entscheidenden Teil dem Hersteller und seinen Mitarbeitern zu verdanken.

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