Foxconn-Mitarbeiter drohten mit Massensuizid

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Mit beunruhigender Regelmäßigkeit gibt es Berichte über die Arbeitsbedingungen bei Foxconn. Zu Beginn des Monats drohten offenbar 300 Angestellte des Unternehmens, das auch für Apple fertigt, mit dem Freitod. Ihnen sollen versprochene Ausgleichszahlungen verweigert worden sein.

Foxconn-Mitarbeiter drohten mit Massensuizid

Der Hersteller gehört zur taiwanesischen Hon Hai Precision Industry Co. und produziert unter anderem Unterhaltungselektronik für Apple, Sony, Nintendo und Microsoft. Mitarbeiter eines Werkes, in dem die Spielekonsole Xbox hergestellt wird, postierten sich auf dem Dach eines Fabrikgebäudes. Sie waren offenbar bereit, in den Tod zu springen, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Wie die Want China Times berichtet, hatten die Angestellten zuvor eine Gehaltserhöhung verlangt. Die Verantwortlichen stellten sie daraufhin vor die Wahl, zu kündigen und eine Entschädigung zu erhalten oder bei gleichbleibender Bezahlung weiter zu arbeiten. Nachdem die meisten sich für die erste Variante entschieden, kündigte die Werksleitung kurzerhand die Vereinbarung auf und keine Entschädigungen wurden je ausbezahlt.

Dies trieb nun 300 der Angestellten zu ihrer Drohung, sich kollektiv das Leben zu nehmen, sollten ihnen die versprochenen Zahlungen nicht zugebilligt werden. Der Bürgermeister der Gemeinde Wuhan, in der sich das Foxconn-Werk befindet, konnte die Menschen nach längeren Verhandlungen davon überzeugen, ihren Protest zu beenden und vom Dach zu steigen.

Ob dies jedoch mit einem Einlenken des Arbeitgebers einherging, ist nicht bekannt. Microsoft hat sich gegenüber Kotaku zu dem Vorfall geäußert und weist auf sein „ernsthaftes Engagement für die fairen und sicheren Arbeitsbedingungen der Zulieferer“ hin.

Im Jahr 2010 gerieten Foxconn und auch seine Auftraggeber Apple, HP und Dell wegen diverser Suizide seiner Angestellten in die Schlagzeilen. Daraufhin installierte das Unternehmen Fangnetze an den Gebäudedächern und richtete kostenlose psychologische Beratungsdienste für die Belegschaft ein.

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