Nach Explosion: Foxconn versichert kaum gestörte iPad- und iPhone-Produktion

Florian Matthey
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Ende letzter Woche ereignete sich eine schwere Explosion im Foxconn-Werk in der chinesischen Stadt Chengdu. Bei dem Unfall kamen zwei Menschen ums Leben, 16 erlitten Verletzungen. Am Wochenende erklärte der iPad- und iPhone-Hersteller seinen Geschäftspartnern, dass die Produktion der Apple-Produkte vom Unfall nicht betroffen sein würde.

Der Geschäftsführer des Foxconn-Mutterunternehmens Hon Hai, Terry Gou, reiste selbst nach Chengdu, um sich ein Bild vom Vorfall zu machen, wie die China Times berichtet. Am Samstag versicherte das Unternehmen seinen Zulieferern, dass die iPad-2-Produktion im dritten Quartal ebenso wenige betroffen sei wie die Produktion “neuer Produkte” um das iPhone und iPad. Im Werk in Chengdu produziere Foxconn das iPad nur in einem Pilotprojekt, so der Yuanta-Securities-Analyst Vincent Chen gegenüber Businessweek. Hauptsächlich produziere Foxconn Apple-Produkte im Werk in Shenzhen, wo die Produktion weiter laufe. Auch der RBC-Capital-Analyst Mike Ambrasky erklärte in einem Schreiben an seine Klienten, dass er keine Rückschläge für die Produktion von Apple-Produkten erwarte.

Hon Hai versprach derweil eine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, um den Grund für die Explosion zu finden. Die medizinische Versorgung der verletzten Mitarbeiter möchte das Unternehmen finanziell unterstützen. Außerdem werde das Unternehmen selbst die Familien der Betroffenen kontaktieren. All Things Digital veröffentlichte am Freitag ein Statement von Apple, in dem das Unternehmen seine Trauer und sein Beileid für die Familien der verstorbenen Mitarbeiter bekundete. Das Unternehmen arbeite eng mit Foxconn zusammen, um herauszufinden, wie das schreckliche Ereignis geschehen konnte. Einen weiteren Kommentar oder Informationen dazu, ob die Produktion der eigenen Produkte betroffen sein würde, wollte das Unternehmen nicht abgeben.

Weitere Themen: iPhone, iPad, Foxconn

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