Gearbox Software: Das Borderlands-Studio könnte vor dem Aus stehen

Marco Schabel
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Zwar ist der Videospielmarkt ziemlich groß, aber dennoch trifft es immer wieder Studios, die ihre Produktion einstellen müssen. Geht es nach Marktforschern, könnte das Borderlands-Studio Gearbox Software bald dazu gehören.

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Borderlands 3 - Gerüchte und Ankündigungen

Das Geschäftsleben ist nicht nur an Börsen und anderen tristen Orten, sondern auch in der „Spaßgesellschaft“ der Videospielunternehmen recht hart. Zwar werden jährlich auf der gesamten Welt Milliarden umgesetzt, diese entfallen aber zum größten Teil auf die großen Publisher wie Activision und EA, während insbesondere Indie-Studios um ihr Überleben kämpfen müssen. Doch auch bei den Großen kommt es immer wieder zu Massenkündigungen oder Schließungen. Möglicherweise gilt das auch für Gearbox Software, die für 2K Games und deren Muttergesellschaft Take-Two Interactive unter anderem die Borderlands-Reihe geschaffen haben. Das zumindest behaupten die Marktforscher von Ars Technica.

Die haben ihre Prognosen für das aktuelle Jahr im Rahmen der Deathwatch-List veröffentlicht. Darauf finden sich unternehmen, die nach Meinung der Analysten ein besonders hartes Jahr vor sich haben und möglicherweise sogar existenziell gefährdet sind. Weit oben auf dieser Liste steht Gearbox Software, die laut Ars Technica sogar mit einer Schließung rechnen müssen. Angeführt werden dabei mehrere Faktoren. Demnach sei mit Borderlands The Pre-Sequel der letzte kommerzielle Erfolg bereits einige Zeit her, neuere Projekte wie Battleborn und Duke Nukem 3D scheiterten kläglich. Auch der Misserfolg von Evolve, das 2K Games ebenfalls einen Verlust bescherte, wirkt sich angeblich auf das Studio aus. Zuletzt gibt es aktuell keine Bestätigung, dass Gearbox Software neben dem mit 60 Euro recht teuren Bulletstorm-Remaster ein neues Spiel in Arbeit und somit einen potenziellen baldigen Erfolg in Aussicht hat. Gemunkelt wird jedoch, dass ein weiteres Borderlands-Spiel entsteht.

Ob Gearbox Software das Jahr tatsächlich nicht überleben wird, zeigt sich im Verlauf der kommenden Monate. Eine Stellungnahme des Studios oder von 2K Games gibt es nicht. Der Publisher ist aber durchaus dafür bekannt, Studios zu schließen oder umzustrukturieren.

Quelle: Ars Technica

Weitere Themen: Borderlands 3, Borderlands: The Pre-Sequel, Borderlands, Borderlands 2, We Happy Few, Duke Nukem Forever Demo, Gearbox Entertainment

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