GEMA – Neuer Tarif für werbefinanzierte Musik-Dienste

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Die Verwertungsgesellschaft hat nun einen neuen Tarif präsentiert, der die Vergütung der Musiknutzung von kostenlosen Streaming-Diensten regeln soll. In erster Linie soll sich der Tarif an Anbieter von werbefinanzierten Musik-Plattformen richten.

GEMA  – Neuer Tarif für werbefinanzierte Musik-Dienste

In Zukunft müssen Betreiber entsprechender Angebote 10,25% ihrer Einnahmen, die durch die Musiknutzung erzielt wurden, an die GEMA abführen. Das neue Tarifmodell wird zudem um abgestufte Mindestvergütungen ergänzt. Pro Stream zahlt man dann 0,6 Cent für Dienste mit hoher, 0,31 Cent mit mittlerer und 0,025 Cent mit niedriger Interaktivität. Leider ist nicht ganz aufgeschlüsselt, wie sich die einzelnen Gruppen der Interaktivität definieren.

Sollte ein Gesamtvertrag zustande kommen, reduziert sich die Erlösbeteiligung auf 8,2% der Einnahmen. Entsprechend werden auch die Mindestvergütungen nach unten korrigiert. So zahlt man dann nur noch 0,48 Cent (hoch), 0,25 Cent (mittel) bzw. 0,02 Cent (niedrig) pro Stream. Laut GEMA geht man mit dem aktuellen Tarifmodell einen großen Schritt auf die Anbieter von unentgeltlich angebotenen Streaming-Diensten zu. So könnten in Zukunft mit dem neuen reformierten Tarifsystem praktisch alle Anwendungen und Geschäftsmodelle im Bereich Music-on-Demand einheitlich lizenziert werden. Man darf zudem gespannt sein, wie sich die Verhandlungen zwischen der GEMA und YouTube weiter entwickeln werden.

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