GEMA will Gebühren für eingebundene Musikvideos

Martin Malischek
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Die GEMA schlägt wieder zu. Schon des Öfteren hatte die Gesellschaft mit Shitstorms zu kämpfen, da die Annahmen der GEMA sich von denen der Internet-Community stark unterscheiden und sich diese eingeschränkt fühlt. Jetzt möchte die Gesellschaft Gebühren direkt von den Seiteninhabern, die Musikvideos von YouTube auf ihrer Homepage einbetten.

GEMA will Gebühren für eingebundene Musikvideos

Sicherlich erinnert ihr euch noch zurück an die Zeit, in der wir auf YouTube Musik rauf und runter gehört haben. Durch einen Rechtsstreit zwischen Google (Betreiber des Videoportals YouTube) und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) verschwand der Großteil der Musikvideos, die von Deutschland aus angesteuert werden. Die Netzgemeinde war hiervon natürlich nicht begeistert. Google und GEMA schieben sich den Schwarzen Peter gegenseitig zu.

Bereits in Österreich müssen auf Webseiten eingebundene Musikvideos lizensiert werden und Gebühren an die AKM (die dortige Gesellschaft für Musiker) abgeführt werden. Viele Blogs bekamen von der österreichischen Gesellschaft Gebührenforderungen zugeschickt und das Netz empörte sich über die Handlungen. Die für Deutschland zuständige GEMA sieht das ähnlich, so GEMA-Sprecherin Ursula Goebel gegenüber Golem:

Einfache Hyperlinks sind keine relevante Nutzungshandlung. Ohne diese würde das Internet nicht funktionieren. Embedded Content, bei dem für den Nutzer nicht klar ist, dass die Datei von einer anderen Seite stammt, sollte hingegen lizenziert werden.

Die GEMA möchte also Gebühren für eingebundene Youtube-Musikvideos, da für den Internetnutzer nicht ersichtlich, dass der angebotene Videoclip nicht von der angesurften Webseite stammt. Die AKM hatte bereits einen Fragebogen an die EU-Mitglieder gesendet. Dass eingebundene Videos, sowie auch Hyperlinks zu Musikvideos lizenziert werden müssen, finden auch die EU-Mitglieder: Sie stimmten mit „Ja“ für eine solche Regelung.

Details zur Gebührenhöhe nannte die GEMA nicht.

Quellen: t3n, heise

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