Heimlich, still und leise trat vor wenigen Tagen der neue Rundfunkgebührenstaatsvertrag in Kraft. Darin werden Computer, die ans Netz gehen können, als “neuartige Rundfunkgeräte” definiert, da man mit ihnen auch ohne TV-Karte Fernseh- und Radioprogramme empfangen kann. Deswegen müssen wir unsere Rechner in eineinhalb Jahren bei der Gebühreneinzugszentrale in Köln anmelden und, spätestens dann, 17,03 Euro zahlen. Das ist die monatliche Gebühr für Fernsehgeräte.

Mitarbeiter von Heise.de haben diesbezüglich interessante Fragen an den GEZ-Pressesprecher Willi Rees gestellt. Sie konnten von ihm zum Beispiel erfahren, dass ein Ehepaar, bei dem beide daheim am PC oder Mac arbeiten und zur Zeit lediglich die Rundfunkgebühr von 5,52 Euro für ein Radio entrichten, 2007 mit einer Verzehnfachung ihrer GEZ-Rechnung rechnen müssen. Wenn sie nämlich neben ihren beiden Arbeitsrechnern noch einen zusätzlichen privat nutzen. Das sind dann drei Geräte, für die die TV-Abgabe geblecht werden darf. Das sind dann insgesamt 51,09 Euro.

Warum GIGA.DE (die Seite, nicht die Sendung!) unter Umständen als “privater Rundfunkanbieter” laufen könnte und warum das alles eigentlich eine ziemlich derbe Wettbewerbsverzerrung bedeutet, könnt Ihr bei den Kollegen von Heise nachlesen. Ihr werdet dort noch viele weitere Infos finden, die Falten der Verwunderung auf Eure Stirn zaubern könnten.