ARD-Chef Ulrich Wilhelm fordert eine Erhöhung des Runkfunkbeitrags. Die bisher eingenommenen 8 Milliarden Euro würden nicht ausreichen. Das ist seine Begründung.

ARD-Chef: Deswegen muss der Rundfunkbeitrag (GEZ) steigen

Ab 2021 soll der Rundfunkbeitrag steigen. Der ARD-Chef und frühere Regierungssprecher Wilhelm erklärt im Handelsblatt, dass die knapp acht Milliarden Euro pro Jahr nicht mehr ausreichen würden. Ohne einen Anstieg des Rundfunkbeitrags seien gewaltige Kürzungen an den Programmen nicht vermeidbar, erklärt Wilhelm. Er rechtfertigt den Anstieg des Beitrags als Ausgleich dafür, dass in den letzten Jahren die Inflation nicht berücksichtigt worden sei. Die steigende Gebühr soll an die Inflation angepasst werden.

Rundfunkbeitrag: So viel müssen wir zahlen

Der Rundfunkbeitrag in Deutschland ist eine Haushaltsgebühr, die jeder zahlen muss – auch Menschen, die gar kein Rundfunkgerät besitzen. Die Höhe lag pro Haushalt bis März 2015 bei monatlich 17,98 Euro. Aktuell beträgt er 17,50 Euro. Mit diesem Geld werden 20 Fernsehsender und 69 Radiosender finanziert. Der ARD-Chef möchte aber auch die Kosten reduzieren und ist bereit, Beteiligungen und Tochterfirmen abzubauen. „Wir sind bereit, Dinge zurückzubauen“, sagte Wilhelm. Aktuell soll laut Handelsblatt die Münchner Filmrechtefirma Telepool verkauft werden.

Was genau mit dem Geld aus dem Rundfunkbeitrag passiert, lest ihr in der Bilderstrecke:

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Wofür zahlt man Rundfunkgebühren (ehem. „GEZ“) ?

Konkurrenz durch Netflix und Amazon Prime

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind vor allem durch die Angebote von Streaming-Seiten wie Netflix und Amazon Prime Video in Bedrängnis. Durch eigene, millionenteure Serien, schauen immer weniger junge Leute klassische Fernsehsender.

„Unsere Angebote stehen zunehmend im Wettbewerb“, sagt Wilhelm. „Die Intendanten müssen sich dieser Herausforderung stellen. Mit mehr Effizienz, mehr Mut und neuen Inhalten. Wir sind alle stark in Bewegung, Wegducken reicht nicht.“

Aufmerksam verfolgen werden ARD und ZDF auch die bevorstehende Volksabstimmung in der Schweiz. Am 4. März 2018 können die Schweizer über die Abschaffung ihrer Rundfunkgebühren abstimmen.

Wie würdet ihr euch bei einer Volksabstimmung zur Rundkfunkgebühr (GEZ) entscheiden? Schreibt uns gerne in die Kommentare. 

Quelle: Handelsblatt, Golem

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