Jahresrückblick Games – Februar

Februar

ACTA zieht einen Proteststurm nach sich, der beispiellos ist. Überall formieren sich Protestgruppen, Aktionen werden geplant und Stimmen gesammelt. Ihren Höhepunkt erreicht die Gemeinschaftsaktion am 11. Februar: In mehr als 40 Städten Deutschlands organisieren sich Demonstrationsmärsche – wie etwa in Berlin. Natürlich dürfen auch wir dabei nicht fehlen und gehen mit tausenden Berlinern gemeinsam auf die Straße. Scheinbar nicht unbemerkt: Nur wenige Tage später verweigert Deutschland die Unterzeichnung des Abkommens.

Dass Protest nicht immer zum Ziel führt, muss die GIGA-Community nur wenige Tage später feststellen. Das als Nachfolger für die im Vormonat gechasste Live-Show gedachte Format „GIGA TV Reloaded“ startet, wird trotz geteilter Meinungen sehr gut aufgenommen – dann aber nach nur einer Folge wieder eingestellt. Auch uns trifft diese Entscheidung hart. Seither verzichten wir auf ein großes Videoformat und konzentrieren uns wieder auf kleine, aber regelmäßige Features.

Bei THQ brechen derweil alle Dämme: Trotz Beschwichtigungsversuchen kann der Publisher nicht mehr verbergen, wie Desolat sein Zustand ist. 240 Mitarbeiter müssen ihren Hut nehmen, das für 2012 angekündigte „Metro: Last Light“ wird um mehr als ein Jahr verschoben und den MMO-Hoffnungsträger „Warhammer 40k: Dark Millenium Online“ wird es wohlmöglich niemals geben. Offiziell heißt es, man suche einen Partner. Ob der gefunden ist, bleibt bis heute fraglich.

Nach Japan ist im Februar dann Europa an der Reihe: Die Playstation Vita wird unter großem Werbetamtam gelauncht. Technisch steckt der kleine Zauberkasten auch die erstarkten Smartphones in die Tasche. Alles was nun noch fehlt, sind Spiele. Das Start-Lineup schwächelte bereits, seither herrscht wüste Ödnis im Händlerregal. Eine Situation, die sich auch bis Ende des Jahres nicht geändert haben wird. Uns war's egal: GIGA feierte fröhlich in die neue Handheld-Generation hinein auf dem Berliner Launchevent – zumindest nachdem wir uns frecherweise hinein gemogelt haben.

Und noch ein Phänomen nahm im Februar seinen Ursprung: Kickstarter, eine gewöhnliche Crowdfunding-Plattform, tritt einen Siegeszug an, der bis heute anhält. Und alles beginnt mit Tim Schäfer. Auf der Suche nach einem Investor für ein neues Adventure wendet er sich an die Fans – und nimmt innerhalb von Stunden die unglaubliche Summe von 300.000Dollar ein. Das Double Fine Adventure ist finanziert, gilt dabei aber nur als Stein des Anstoßes. In den Folgemonaten vergeht kaum ein Tag ohne Kickstarter-Projekt. Viele davon, wie Obsidians Old-School-Projekt, Banner Saga oder Chris Roberts „Star Citizen“, würden anderweitig wohl nie das Licht der Welt erblicken.

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Weitere Themen: GIGA-App: Update bringt neue Themenkanäle, GIGA-EM Spielplan 2012, GIGA

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