Google - Gesichtserkennung startet

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Was es bei Facebook schon länger gibt, kommt jetzt auch beim Hauptkonkurrenten Google+: Die Gesichtserkennung. Doch hier scheint Google aus den Fehlern des anderen großen Netzwerkes gelernt zu haben. So soll ohne ausdrückliche Zustimmung des Nutzers keine Gesichtserkennung stattfinden. Peter Fleischer, Googles Datenschutzbeauftragter, sagte, dass alles im Bereich der Gesichtserkennung für Privatsphäre relevant sei. Es kam die Frage auf, ob man irgendwann per Handy jemanden fotografieren könne, und dann erfahren würde, wer derjenige ist. Darauf zitierte Fleischer den Google-Chef Eric Schmidt: Dies sei zwar technisch möglich, aber ”zu gruselig, dass wir es jemals umsetzen würden”.

Medienberichten zufolge soll die Gesichtserkennung in zwei wichtigen Schritten ablaufen. Im ersten Schritt soll der Nutzer gefragt werden, ob er an dem Gesichtserkennungsprogramm teilnehmen will. Stimmt er zu, so werden alle bisher hochgeladenen Fotos untersucht und verglichen. Mehr Bilder ergeben so auch eine höhere Trefferquote. Zehn Bilder ist angeblich das Minimum für eine gute Wiedererkennungsrate.

Im zweiten Schritt werden alle Bilder, die zum Beispiel Freunde hochladen, durch das Programm analysiert. Wird eine Ähnlichkeit zum Nutzer festgestellt, so wird dem Uploader vorgeschlagen, den Nutzer zu markieren. Beide müssen der Markierung zustimmen.

Datenschützer lobten, dass sich die Funktion im Gegensatz zu Facebooks Gesichtserkennung nicht selbstständig aktiviert und dass sie leicht wieder abzuschalten ist. Facebook wurde unterdessen schon angeklagt und muss möglicherweise bald ein Bußgeld zahlen, weil es die biometrischen Daten der Nutzer nicht entfernt.

Weitere Themen: Gesichtserkennung, Google I/O 2016, Google I/O 2015, Google I/O 2014: Termin und Ort der Entwicklerkonferenz stehen fest, Google Chrome 64-Bit, Google Chrome, Google Earth, Google Earth Pro, Chromecast App für Windows, Google

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