Frankreich: "Google-Steuer" soll bis zu 20 Millionen Euro einbringen

Thomas Konrad
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In Frankreich sollen ab dem kommenden Jahr Einnahmen aus Internet-Werbung mit einem Prozent auf den Nettobetrag besteuert werden. Dies betrifft alle Unternehmen mit Sitz in Frankreich. Das Land erhofft sich für 2011 Einkünfte zwischen 10 und 20 Millionen Euro.

Der Name “Google-Steuer” rührt vom angedachten Zweck der Abgabe: Ursprünglich richtete sie sich direkt gegen den US-Konzern Google einer der größten Werbetreibenden im Internet. Google selbst könnte Sarkozy allerdings nicht belangen, schließlich hat das Unternehmen seinen Firmensitz in den USA, sagt Senator Phillipe Marini.

Noch muss ein Vermittlungsausschuss beider Parlamentskammern in Frankreich dem Gesetzesentwurf zustimmen. Eine Ablehnung des Entwurfs hält die dpa für unwahrscheinlich.

Präsident Nicolas Sarkozy bemängelte bereits zu Beginn des Jahres, dass Unternehmen mit Sitz in anderen Ländern Gewinne aus dem Internet-Werbemarkt abschöpfen, ohne dafür Steuer bezahlen zu müssen. Bei der EU-Kommission war damals Ende: Sie lehnte unter anderem ab, Wettbewerbshüter aufgrund Googles dominanter Markt-Stellung einzuschalten.

Bild: flickr, Guillaume Paumier

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