Google-Account: Daten-Weitergabe nach dem eigenen Tod möglich

Frank Ritter
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Was geschieht eigentlich, nachdem wir sterben? Nein, wir wollen an der Stelle keine metaphysisch-religiöse Diskussion anzetteln. Aber ist eines klar: Die Hinterbliebenen trauern nicht nur und haben mit lästigen Formalitäten zu kämpfen, sie müssen auch irgendwie versuchen, unsere digitalen Hinterlassenschaften zu sortieren. Google bietet jetzt eine neue Option, die das maßgeblich vereinfacht.

Google-Account: Daten-Weitergabe nach dem eigenen Tod möglich

Das T-Wort wird in der neuen Option nicht erwähnt, die Google seit neuestem in den Account-Einstellungen anbietet, aber dass nur die wenigsten von uns auf einsamen Inseln verschollen oder auf andere Art und Weise vom digitalen Leben abgeschnitten werden, liegt auf der Hand. Und damit ist auch klar, was Google mit folgenden Worten im neuen Kontoinaktivität-Manager meint:

Es sind viele Situationen denkbar, in denen Sie nicht auf Ihr Google-Konto zugreifen oder es nicht verwenden können. Was auch immer der Grund ist: Sie entscheiden, was mit Ihren Daten geschehen soll.

Konkret kann man seit dem vergangenen Abend festlegen, wie lange die Wartezeit bei einem inaktiven Konto nach dem eigenen Tod sein soll, bevor Google Maßnahmen ergreift. Standard-Wartezeit sind 3 Monate. Einen Monat vor Ablauf dieser Frist bekommt man selbst eine Warnungs-SMS sowie optional ein E-Mail auf eine Adresse, die man selbst festlegen kann.

Für den Zeitraum nach Ablauf der Frist ist es möglich, bis zu zehn vertrauenswürdige Personen festzulegen. Diese erhalten zwar keinen Komplettzugriff auf das Konto, können aber immerhin sämtliche Daten des Verstorbenen herunterladen, beispielsweise E-Mails, Kontakte, Dateien im Google Drive, Bilder bei Picasa und mehr. Zudem kann man eine persönliche Nachricht an die entsprechenden Personen verfassen. Wichtig zu wissen: Die Hinterbliebenen erhalten nur Zugriff auf die eigenen Daten, wenn sie auf der Google-Webseite einen per SMS gesendeten Code eingeben. Entsprechend sollte man bei Handynummer-Änderungen diese stets zeitnah nachtragen.

Des weiteren kann man auch einen Autoresponder festlegen, der automatisch an alle herausgeht, die eine Mail an die eigene Adresse senden. Zudem ist es möglich, das Google-Konto nebst aller gespeicherten Daten automatisiert löschen zu lassen.

Habt ihr euch schon damit befasst, was mit euren Daten im Todesfall passiert? Erzählt uns davon, in den Kommentaren.

Google Kontoinaktivität-Manager [via Google Public Policy Blog, Caschy]

Weitere Themen: Google I/O 2016, Google I/O 2015, Google I/O 2014: Termin und Ort der Entwicklerkonferenz stehen fest, Chrome Cleanup Tool, Google Chrome, Google Chrome 64-Bit, Android O, Google Earth Pro, Google Earth, Google

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